Muss man wirklich überall…
Flagge zeigen???
Als ich heute Nachmittag vom Balkon in Richtung der Abfallentsorgungsplätze von gegenüber schaute, dachte ich, ich sehe nicht richtig. Man ist es ja gewohnt, dass jeder Seitenspiegel, jedes Fensterbrett, jedes Echthaartoupet und jeder Gartenzwerg schwarz-rot-gold beflaggt ist, aber das hier?
Soll das heißen, die deutsche Mannschaft „kann man in die Tonne kloppen“? Ich werde morgen öffentlich dagegen protestieren und unsere Mülltonnen hiermit beflaggen!
Wir leben noch
Asche auf mein Haupt, dass es hier so lange keinen neuen Beitrag gab, aber irgendwie fehlte mir die Zeit. Ich gelobe hiermit Besserung und möchte gleich mal ein paar Eindrücke von unserer letzten Tour präsentieren.
Zu dem Cache will ich nicht viel verraten, nur soviel – er ist sehr empfehlenswert.
Da sich bei dem Gruppenbild ein Rucksack in den Randbereich gemogelt hatte, kam ich nun endlich mal dazu, die neue Funktion im Photoshop CS5 zu testen. Damit lassen sich jetzt nämlich solche Dinge inhaltssensitiv füllen. Es ist schon echt der Wahnsinn, was nun mit ein paar Klicks und 30 Sekunden Aufwand machbar ist. Ich habe das Bild mal bewusst nicht weiter bearbeitet. Vorher -> Nachher Man erkennt zwar noch ein paar Unschärfen, aber wie gesagt, dass ist das Ergebnis von einer halben Minute Arbeit. Endlich ist der Kopierstempel Geschichte.
Unser Hobby hatte Geburtstag
… Und das musste natürlich gebührend gefeiert werden. 10 Jahre Geocaching! Zu diesem Anlass traf sich die kunterbunte Fangemeinde dieses ungewöhnlichen Freizeitvertreibs um dieses besondere Jubiläum zu zelebrieren. Und es war ein berauschendes Fest.
Wo man hin blickte, sah man bekannte (oder auch mal weniger bekannte) Gesichter. Wo man hin hörte, lauschte man Geschichten über unser gemeinsames Hobby. Wie so eine Dosensuche doch verbinden kann. Es war ein wunderschönes Event, mit ein paar Schnappschüssen, haben wir versucht, dieses illustre Treiben fest zu halten.
hier geht es zu den Bilder: klick
*Goettine*
Daher mag ich google

Da fragt man google einfach nur mal „why“ und schon kommen die logischsten Vorschläge.
Ich musste jedenfalls echt lachen 😈
edit: „why not bielefeld“ klick (Danke Thomas)
Ich hock in meinem Bonker
Frei nach diesem Motto ging es am Sonntag in Richtung Geiseltalsee.
Auch wenn wir alle noch ein bisschen unter dem, von der Zeitumstellung verursachten, Jetlag litten, wollten wir es uns nicht nehmen lassen, so schnell wie möglich diesen frisch bedosten Bunker zu erkunden.
Eigentlich hatten wir dort selbst etwas geplant, aber wer zuerst malt…. Bei dem Bunker handelt es sich übrigens um einen ehemaligen russischen Führungsbunker vom Typ UK-27/4 welcher in Mitte der 80er Jahre gebaut wurde. Er ist zweietagig und hat eine Nutzfläche von 2900 m².
Genug Platz also, um sich richtig auszutoben.
Auf dem Drahseil
Am Samstag besuchten wir, der bekannten Gewohnheit folgend, ein altes Industriegelände in Leipzig – die ehemaligen Bleichert Transportanlagen die 1881 errichtet worden sind. Bis zum Zweiten Weltkrieg war die Firma Bleichert führend im Bau von Transportanlagen für Massengüter aller Art. Es wurden Drahtseilbahnen, Kabelkrane und Nahförderanlagen konstruiert und hergestellt.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Firma in eine Sowjetische Aktiengesellschaft (SAG) umgewandelt. 1955 wurde es in VEB Schwermaschinenbau Verlade- und Transportanlagen umbenannt (für alle Cacher: mit der bekannten Abkürzung VTA). 1990 wurde der Stammbetrieb privatisiert und in VTA GmbH umbenannt, aber bereits 1991 folgte die Schließung.
Jetzt liegt das Gebäude verlassen mitten in Leipzigs „Lost-Place-Eldorado“. Obwohl verlassen? Wohl eher nicht! Als wir uns auf den Weg machten die verfallene Ruine zu erkunden, waren wir auf unserer Mission nicht allein. Bereits zu Beginn trafen wir eine Gruppe Gleichgesinnter, der wir uns direkt anschlossen. Und während wir der leitenden (inneren?) Stimme folgten, trafen wir immer mehr Dosenverrückte!


Ja, diese Gemäuer beherbergen einige Höhen, Löcher, Gräben, Kanäle (mit und ohne Wasser – ich stand leider in einem mit) die alle erkundet werden wollten – und das nicht nur von uns. Aber tatsächlich waren wir (das bereits mehrfach erprobte Dreamteam) dieses Mal die begeisterten Zuschauer des Spektakels. (Mit unserer uneingeschränkten Empirie kann man auch mal die Neulinge die erfahrungs-anreichernden Aufgaben machen lassen! An dieser Stelle liebe Grüße an unsere kletternden und kriechenden Begleiter).
Was für ein tolles Hobby bei dem man durch Dreck und Schmutz kraucht, in schwindelerregende Höhen steigt, um am Ende eine Tupperdose in der Hand zu halten! Zum Glück sind wir mit dieser Leidenschaft nicht allein, und es macht immer wieder Spaß, ebensolche Verrückte zu treffen.
Ein erlebnisreicher Tag in sehr netter Gesellschaft!
*Goettine*
Bugra
(Nein, ich habe mich nicht vertippt und es sollte nicht BuGa heißen. Das R ist da schon richtig!)
Diese Abkürzung stammt aus der Zeit als Leipzig noch eine bedeutende „Bücherstadt“ war. Es ist die Abkürzung für die Internationale Ausstellung für Buchgewerbe und Graphik, welche von 1914-1994 in dieser Stadt veranstaltet wurde. Selbst in der DDR wurde diese Tradition fortgesetzt, nur die Wende überlebte sie nicht unbeschadet.
Die letzte Weltausstellung für Buchgewerbe und Graphik, fand unter Abstinenz der großen westdeutschen Maschinenbauunternehmen und Branchenverbände 1993 statt. Die für den August 1994 geplante Ausstellung wurde vier Monate vor Messebeginn abgesagt. Und diese Bugra fand ab 1921 in den Räumen des Deutschen Buchgewerbehauses statt.
Und genau dieses hübsche Neorenaissance-Gebäude steht nun leer und verlassen… nun nicht ganz verlassen, ab und zu sind da ein ein paar „Verrückte“ und erkunden dieses recht gut erhaltene Stück deutscher Buchgeschichte. Und dabei benutzen sie alle möglichen Fortbewegungsarten: entweder auf allen Vieren, mal im Entengang und ab und zu auch mal robbend 😉 !
Was für ein erlebnisreicher Tag! Und wie man auf den Bildern unschwer erkennen kann, hatten wir mal wieder im üblichen Team sehr viel Spaß!
Von Katzen und Geocachern
Was haben beide gemeinsam? Seit gestern weiß ich es, sie landen immer auf den Pfoten Füßen. Wobei einer Katze das nicht passiert wäre, was ich durch habe. Scheinbar reichten die 3 kg Winterspeck aus, um dem Boden (bzw. Zwischenboden) unter meinen Füßen den Rest zu geben. So schnell konnte ich gar nicht denken, wie ich mich 3m tiefer wiederfand. Bis auf ein paar Kratzer ist aber nichts passiert. Wird mir das eine Lehre sein – oh ja! Demnächst lasse ich solche Jobs von einer Katze erledigen.
Wie alles begann: Ziel war diesmal ein Lost Place an der B100, welchen ich schon durchs dran vorbeifahren kannte. Vor Ort angekommen, kam erstmal die Ernüchterung. Leider nutzen viele Menschen Spinner die direkte Zufahrt von der Bundesstraße, um dort illegal ihren Müll zu entsorgen. Na was solls, dachten wir uns, jetzt wo wir einmal hier sind, müssen wir da durch. Um es jetzt nicht unendlich in die Länge zu ziehen, wir kamen mit einigen Schwierigkeiten zum Finalversteck. Und genau dort spielte sich das ab, was ich im ersten Abschnitt schon geschrieben habe. So schnell werde ich diesen Cache mit Sicherheit nicht vergessen.

Aufgrund des Müllproblems war es leider gar nicht so leicht, vernünftige Bilder zu machen. Da ich aber so lange nichts neues mehr auf dem Blog hatte, will ich sie euch trotzdem zeigen.
Geschützt: Knapp neben dem Herzschlag der lebendigen Welt
Altes Zollamt Leipzig
Diesen Cache hatten wir schon im letzten Jahr angefangen, mussten aber leider erfolglos abbrechen, da wir eine Station nicht fanden. Gestern ging es dann also zur Altlastenentsorgung erneut nach Leipzig. 2 Lost Places standen auf dem Programm.
Dies war einer davon. Die Bilder sind zwar alle schon im Dezember entstanden, aber das ist ja nicht weiter wichtig.
Auf jeden Fall ist es ein toller Cache, bei dem man sich wirklich an ein gutes altes Adventure zurück erinnert fühlt. An den einzelnen Stationen muss man nämlich meist irgendwas ziehen, kurbeln, drehen oder schieben. Wir hatten eine Menge Spaß dabei.