Okt.
17
2012

Prora zum Zweiten

Bereits im Mai hatten wir ja schon Gelegenheit, uns die Ruinen des ehemaligen KdF-Baus Prora genauer anzuschauen. Nun war es soweit, bisher unbekannte Areale des gigantischen Bauwerks zu erkunden.

Wir hatten uns das beste Wetter für diese Exkursion ausgesucht, denn draußen schüttete es aus Eimern, was uns im Inneren des Kolosses natürlich nicht im Geringsten störte.

So bekamen wir dieses Mal auch die riesige Turnhalle zu Gesicht, welche für sich allein schon alles bisher gesehene in den Schatten stellt.

Es ist jedes Mal auf´s Neue ein Erlebnis, in den Katakomben dieses monströsen Bauwerks zu wandeln, seine Geschichte einzuatmen und alles auf sich wirken zu lassen. Eins ist sicher, wir haben immer noch nicht alles gesehen!

Sep.
12
2012

VEB Metallgusswerk Leipzig

Freizeit       Trackback

Nein, diesmal ging es mal ausnahmsweise nicht auf einen Lostplace. Unser Ziel war der Tag der offenen Tür bei der „NEUE HALBERG-GUSS GmbH“. Über hundert Jahre schon wird am Westrand von Leipzig Eisen gegossen. Bereits 1934 wurden hier für Opel Grauguss-Blöcke produziert, auch damals schon gab es eine Abteilung Leichtmetall, vorwiegend für Flugzeugmotoren.

Die heutige Gießerei allerdings wurde zwischen 1983 und 1986 „auf der grünen Wiese“ errichtet. Die damalige Staatsregierung der DDR – unter dem Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker – hatte das Werk komplett in Japan gekauft, es wurde auch von Japanern errichtet und lange betreut. Es gehörte zum VEB Metallgusswerk (MEGU) Leipzig, Kombinat Gisag. 1986 wurde in dem eng verketteten und hochautomatisierten Werk – nach einigen Anlaufschwierigkeiten – die Fertigung aufgenommen. Abnehmer waren die Lkw-, Traktoren- und Landmaschinen-Zentren der DDR, gegossen wurden Zylinderkurbelgehäuse, Zylinderköpfe, Abgaskrümmer, Kupplungsgehäuse, Schwungradgehäuse, Achsen und Bremstrommeln. Ein Jahr später schon – die sogenannte „Ostpolitik“ zeigte auch wirtschaftliche Auswirkungen – wurden in Lizenz VW-Motorblöcke für den Wartburg und den Trabant gegossen.

Dann kam die Wende. Das Nutzkraftwagenkombinat, zu dem die MEGU mittlerweile gehörte, wurde im Juli 1990 aufgelöst und in drei selbstständige Kapitalgesellschaften überführt, eine davon war die Fahrzeugguss Leipzig GmbH (FGL). Geführt wurde das Unternehmen von der Treuhandanstalt in Berlin und Leipzig bis zur 1993 erfolgten Privatisierung durch die Halberg Guss GmbH Saarbrücken. Der Zusammenbruch des sozialistischen Systems und damit auch der des Landmaschinen- und Lkw-Baus bedeutete auch den Verlust von 80% der Auslastung. In der Folge schrumpfte auch die Zahl der Belegschaft auf anfänglich rund 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 1992 stabilisierte sich die Produktion von Zylinderkurbelgehäusen für VW mit zwar anfänglich geringen Mengen, doch von nun an ging es langsam bergauf.

Das Werk Leipzig von Halberg Guss hat in den letzten Jahren bewiesen, dass es auf hohem Niveau produziert. Der Auftrag, für den größten europäischen Automobilhersteller VW den „Konzernblock“ EA 188 – besser bekannt unter dem Kürzel „1,9-Liter TDI“ – zu gießen, beweist das Vertrauen in die Belegschaft. Auch die Produktion von großen Blöcken für Lkw und Nutzfahrzeuge wurde wieder aufgenommen, die dazu erforderliche Kapazitätserhöhung wurde im Jahr 2005 erteilt.

Und auch eine andere Tradition des Standortes wurde weitergeführt: in der Aluminium-Kokillen-Gießerei im Werk Leipzig werden die Bedplates für die Drei- und Vierzylinder für den Corsa und Astra von Opel in Leichtmetall gegossen.

[Quelle: halberg-guss.de]

Aug.
20
2012

Bilderarchiv: VEB Blechumformungswerk Leipzig

Ich war wirklich eine ganze Weile zu faul, hier neue Beiträge einzustellen. Natürlich waren wir in dieser Zeit nicht untätig und haben selbstverständlich der Kamera keine Ruhe gegönnt. So haben sich eine ganze Menge Bilder angesammelt. Da es echt schade wäre, wenn sie auf meiner Festplatte versauern, werde ich sie nach und nach hier veröffentlichen.

Da ich das Ganze nicht chronologisch aufarbeiten will, hab ich mir einfach mal ein beliebiges Album herausgegriffen. Natürlich lag auch hier ein Geocache und da dieser (leider) mittlerweile archiviert wurde, brauche ich nicht aufpassen, ob das Bildmaterial nicht doch zu viel verrät.

Bei dem Gelände handelt es sich, wie der Titel schon sagt, um das ehemalige VEB Blechumformungswerk Leipzig. Hier wurden die begehrten Auspuffanlagen für Trabant und Wartburg, Schaufelblätter, Rohre und andere Blechteile herstellt. 1994 gelangte das Gelände nochmal in den Fokus der Öffentlichkeit. Da sollte nämlich der gigantische Schornstein des Kraftwerks gesprengt werden. Dies ging allerdings total in die Hose. Anstatt dass das gute Stück in sich zusammenfiel, stürzte es direkt in eine große Schlammgrube. Die Wirkung kann sich bestimmt jeder vorstellen, dieses Video veranschaulicht sie aber sicher auch ganz gut.

Aug.
14
2012

Staßfurts vergessene Seite

Wie schon im Titel zu erkennen, war unser heutiges Ziel Staßfurt. So mancher mag jetzt denken, dass wir dass alte RFT Werk unsicher gemacht haben, aber dem war nicht so.

Ein von außen gänzlich unscheinbarer Lost Place wartete auf uns und sollte so manche Überraschung bereithalten – das ehemalige Drahtwerk Staßfurt.

Zur Geschichte des Werkes habe ich leider nicht allzu viel finden können. Nur soviel, dass hier früher der Stacheldraht für die Grenzbefestigungsanlagen der DDR produziert wurde.

Man hatte eigentlich kaum eine Chance, die Kamera beiseite zu legen. Immer wieder warteten interessante Motive, welche abgelichtet werden wollten.

Aug.
03
2012

Sommerimpressionen

Freizeit       Trackback

Ich habe gerade festgestellt, dass die letzten Beiträge, wenn man von den Events mal absieht, recht farbarm waren. Dies möchte ich nun hiermit ändern. Da ich vorgestern das schöne Wetter genutzt habe, um eine kleine Radtour entlang des Saaleradwanderwegs zu machen, die Kamera dabei hatte und von ihr auch aktiv Gebrauch gemacht habe, kommt hier mal ein wenig bunter Content.

Die Strecke entlang der Saale ist zu jeder Jahreszeit eine echte Augenweide. Somit war ich hier heute auch nicht allein. Da ich nebenbei eine Kontrolle unsere Caches entlang der Strecke machen wollte, war dies natürlich ein kleines Problem. Mit ein wenig Geduld gelang es mir dann aber doch noch…

Aug.
02
2012

Lost in Hohenweiden – Ausgabe zwo

Endlich war es wieder soweit. Wie schon im Jahr zuvor ging es nach Hohenweiden zum Event am See. Diesmal waren auch diejenigen dabei, die letztes Jahr in Ribnitz-Damgarten unsicher machten und dort damit beschäftigt waren, dass Wasser aus ihren Zelten zu schöpfen. Heute meinte es der Wettergott zwar auch nicht wirklich gut mit uns, aber wir waren, Dank der Überdachung, gut gerüstet.

Nur gegen eins waren wir nicht geschützt – DIE MÜCKEN. Das DRK hätte es nicht besser machen können. Deren „Stiche“ jucken aber wenigstens nicht so toll, wie das, was uns diese Plagegeister antaten. Wir blieben zwar tapfer, waren dann aber doch froh, als wir mit 1/2 l Blut weniger und locker 30 Stichen mehr wieder in der mückenfreien Zone, genannt zu Hause, eintrafen.

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Juli
18
2012

Der See ruft! 2012

Also die Benachrichtigung für dieses Event in meinem EMail-Postfach eintraf, war die Freude groß. Schon vor einem Jahr wurde von den Ownern zum See gerufen und es war damals richtig schön. Natürlich war klar, dass wir auch diesmal mit von der Partie sein würden. Wie im letzten Jahr schien uns allerdings das Wetter mal wieder einen Strich durch die Rechnung machen zu wollen. Der Wetterfrosch sagte zumindest Gewitter und Starkregen voraus. Keine guten Bedingungen, aber wir ließen uns nicht schrecken.

Wie sich dann mit der Zeit herausstellte, war uns Petrus aber mehr als wohl gesonnen. Nur ein kleiner Schauer ließ uns kurzzeitig unter den Pavillon flüchten. Alles in Allem war das Wetter also perfekt für eine kleine Bootstour zum Logbuch und zurück. Wie man sieht, wurde dies auch rege praktiziert.

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Es wurde ein richtig schönes Event, bei dem wir wieder viele bekannte, aber auch eine Menge unbekannte Freunde dieses schönen Hobbys treffen konnten. Besonderes Highlight war diesmal das inoffizielle Golfturnier. Wenn Cacher versuchen, einen Golfball mit dem Schläger zu treffen, hat der Golfball wenig zu befürchten. Wir hinterließen jedenfalls quadratmetergroße Flächen verbrannter Erde. Ehemals wuchs dort Gras, nun für tausende Jahre nichts mehr. Wie das Turnier ausgegangen ist? Seht einfach selbst:

P.S. Ich teste gerade ein neues Gallery-Plugin. Falls es bei euch Probleme bereitet, wäre ich dankbar, wenn ihr diesbezüglich einen Kommentar hinterlassen würdet.

Mai
16
2012

Seebad Prora

Da wir vor Kurzem einen wunderschönen Urlaub auf Rügen verbracht haben, war es natürlich naheliegend, sich das berühmte Prora einmal näher anzuschauen. Selbstverständlich nicht ohne passenden Cache, aber das nur am Rande. Was dort zwischen Sassnitz und Binz gebaut wurde, ist einfach nur monumental und beeindruckend.

Es ist zwar dennoch kaum vorstellbar, wie sich hier 20.000 Urlauber gleichzeitig tummelten, aber wenn man einmal die ganze Strecke abgelaufen ist, rückt diese Vorstellung in den Bereich des Möglichen.

Nicht nur oberhalb ist der Komplex gigantisch, auch unterirdisch erstreckt sich ein riesiges Netz von Versorgungsgängen.

Wenn ihr mehr zur Geschichte des Ganzen erfahren wollt, ist sicher Wikipedia die beste Quelle: klick

Mai
12
2012

Der unbedoste Lost Place

… und dem ist auch gut so, denn dieses besondere Kleinod soll lieber das bleiben, was es ist – ein Lost Place, der nicht von hunderten Cachern durchwandert wird. Genau aus diesem Grund äußere ich mich hier auch nicht dazu, wo dieses Schmuckstück zu finden ist. Es handelt sich zumindest um ein ehemaliges Schloss, welches zu DDR-Zeiten als Pflegeheim genutzt wurde. Letzteres ist anhand der Bilder unschwer zu erkennen, denke ich.




Im Übrigen gelobe ich Besserung, dieses Blog wieder etwas aktueller zu halten. 😉

Nov.
26
2011

Hommage an die Trau Dich Reihe

Leipzig ist in vielerlei Hinsicht eine schöne Stadt. Doch hat sie neben den vielen bekannten Sehenswürdigkeiten (Gewandhaus, Völkerschlachtdenkmal, unzählige Museen, viele Parks und Seen, den Zoo etc…), auch die „etwas anderen“ Ecken mit einem ganz besonderen Charme.

Orte die von anderen Zeiten zeugen, die die Vergänglichkeit präsentieren, Kampfstätten Natur gegen Bauwerk. Liebevoll wird Leipzig von mir „Lost-Place-City“ genannt, denn kaum eine andere Stadt hat so viele alte, verlassene Industriebrachen. Diesen Orten wurde mit der „Trau Dich Reihe“ ein Denkmal gesetzt. Jeder Cache war ein kleines Abenteuer und jedes Gebäude hatte seine eigene Geschichte, welche mal mehr, mal weniger etwas mit den Aufgaben zu tun hatten.

Neben gefährlichen Agentenmissionen, gab es stumme Zeugen von Tragödien, kleine Versteckspiele oder Instantsetzungstouren, die der findige Cacher zu erledigen hatte. Jeder dieser Caches war einzigartig und es ist traurig, dass sie ein so plötzliches Ende nehmen mussten. In kaum einem anderen Umfeld sind ähnlich kreative Verstecke, knifflige Aufgaben und mysteriöse Geschichten möglich wie in solchen verfallenen Ruinen, die mit dem schaurigen Ambiente noch einen kleinen Hauch Spannung hinzufügten.

Damit die Caches nicht vollständig in Vergessenheit geraten, wird ihnen an dieser Stelle nun gleichfalls ein Denkmal gesetzt.

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