Jun
01

Müchelner Kalktäler

Heimat       Trackback

Bei 27°C und tollsten Sonnenschein spazierte ich heute durch die Müchelner Kalktäler. Begleitet von Vogelgezwitscher genoss ich die schöne Wanderung durch dieses tolle Fleckchen Natur. Da ich mir fest vorgenommen habe, der DSLR wieder öfter einen Platz im Rucksack zu reservieren, war sie heute auch mit dabei. Hier ein paar Schnappschüsse von meiner 12km Runde.

Die Galerie wurde nicht gefunden!
Jul
31

Urlaub im Erzgebirge

Als genaues Ziel unserer Reise wählten wir einen Ort im größten zusammenhängenden Waldgebiet des mittleren Erzgebirges – Geyer, eine alte Bergbaustadt. Die Zeugen dieser Vergangenheit sieht man an jeder Ecke. Bereits seit dem 13 Jahrhundert wurde in dieser Gegend Zinn, später auch Silber abgebaut. Die Erzlagerstätten in dieser Gegend zählen zu den ergiebigsten Europas. Und selbst als um 1990 die letzten Bergwerke geschlossen wurden, waren sie noch immer nicht erschöpft.

Mitten in diesem idyllischen Städtchen findet man einen riesigen Krater – die Geyersche Binge. Sie entstand durch den intensiven Abbau in den Gruben unter dem Geyersberg und dem plötzlichen Zusammensturz der unterirdischen Höhlen und Gänge. In den bis zu 35 m hohen und bis zu 40 m breiten Weitungen kam es 1704 zu dem ersten großen Tagesbruch, dem bis 1803 weitere folgten. Der letzte verhängnisvolle Bruch ereignete sich am 11. Mai 1803. Bis heute liegen zwei Bergmänner dort begraben. Es heißt, man habe bereits das Bergschlagen (Ein warnendes Grummeln, dass der Berg bald zusammenrutscht) gehört, aber diese zwei Männer begaben sich dennoch hinein und die Höhlen brachen zusammen und verschütteten sie. Heute ist der gewaltige, etwa 60 m tiefe Krater ein Naturschutzgebiet mit einer Fläche von 200×250 m. Ein sehenswerter Rundweg schlängelt sich durch das beeindruckende Gebilde.


Ein anderes Naturdenkmal ganz in der Nähe sind die Greifensteine. Eine aus Granit bestehende Felsformation im Waldgebiet zwischen den Ortschaften Ehrenfriedersdorf, Geyer, Jahnsbach und Thum. Der höchste der sieben Granitfelsen erreicht eine Höhe von 731 m über NN. Weitere sechs Felsen wurden durch Steinbrucharbeiten abgetragen, die 1923 endeten. Aufgrund der Ergiebigkeit der Erzlagerstätte sind die Greifensteine auch ein bekannter Fundort für viele verschiedene Minerale unter anderem Beryll, Gips, Hämatit, Topas, sowie verschiedene Granate, Turmaline und andere. Wir selbst haben in dieser Gegend einen Amethysten gefunden. Ganz in der Nähe befindet sich die Stülpnerhöhle. Der erzgebirgische Volksheld Karl Stülpner, Wildschützer und Helfer der Armen, ist eine Legende. Er wurde am 30. September 1762 in Scharfenstein in ärmlichsten Verhältnissen geboren und starb am 24. September 1841 im Alter von 79 Jahren in Scharfenstein. Er gilt als der „Robbin Hood“ des Erzgebirges. Auf Grund seiner Taten (u.a. Wilderei) war er jedoch „vogelfrei“. Die Greifensteine und speziell eine Höhle im Gestein sollen ihm als Versteck gedient haben, um seinen Häschern zu entkommen.

Auch sehenswert ist der Greifenbachstauweiher – einer der ältesten Talsperren Deutschlands. Der ursprünglich für den Bergbau angelegte See wird heute mit seinen 634.000 m³ als Naherholungsort genutzt. Aber nicht nur die Natur ist dort sehens- und besuchenswert, auch das ehemalige Bahnhofsgelände in Geyer lohnt sich. Eine Schmalspurbahn-Dampflok erinnert an die Geschichte des „Thumer Netzes“. Im Lokschuppen gibt es eine Ausstellung zur Schmalspurbahn zu besichtigen und wenn man ein wenig in den Wäldern spazieren geht, kann man sogar noch, neben zahlreichen alten Stollen, die Überreste finden u.a. die der längsten Schmalspurbahnbrücke Deutschlands, vielleicht sogar Europas.

Eines jedoch verwirrt den Sommertouristen. Überall sieht man Indizien des Winters. An jeder Hausecke wird vor fallendem Dacheis gewarnt. Im Schaufenster stehen Schlitten und in der Schnitzereiwerkstatt stehen die detailreichen Schwippbögen und Räuchermännchen Spalier. Und das bei 30°C im Schatten. Für wen das noch nicht Grund genug ist, der Gegend einen Besuch abzustatten, dem sei gesagt, dass die Herzlichkeit und Gastfreundlichkeit dort unübertroffen ist. … Nur kostenfreie Parkplätze gibt es dort nirgendwo.

Jun
06

Saalehochwasser 2013

Heimat       Trackback

Obwohl Merseburg noch halbwegs glimpflich davon gekommen ist, hat die Saale auch hier gezeigt, welche Kraft sie hat und wie leicht sie sich aus ihrem gewohnten Lauf befreien kann.

Ich habe versucht, das Ganze von verschiedenen Stellen aus per Video zu dokumentieren.

Okt
31

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?

Was ist passender als am letzten Tag des Weinmonats die Reben zu besuchen, die dem Oktober ihren Namen leihen?

Auf einer schönen Wanderung durch die Weinberge um Langenbogen und Höhenstedt – der „nördlichsten geschlossenen Weinbauanlage“ – konnten wir neben einigen leckeren Äpfeln auch noch ein paar süße Trauben ernten.

Die wärmende Oktobersonne, das laue Lüftchen und die leckeren Früchte – so lässt sich Cachen mit allen Sinnen genießen.

Solche kleinen Touren machen doch immer wieder Spaß und nebenbei gab es natürlich noch ein kleines Kaffeetrinken mit Kuchen und Feigen in netter Gesellschaft.

Aug
01

Geiseltalseeradtour

Lange, wirklich sehr lange, waren wir nicht mehr mit den Fahrrädern unterwegs. Vielleicht liegt es ja daran, dass meins mit platten Vorderrad und unzuverlässigen Bremsen im Keller vor sich hin steht. Aber da sind ja noch immer die Klappräder meiner lieben Eltern in der Garage und die sollen ja auch nicht einrosten. So ging es heute bei schönsten Sommerwetter in Richtung Geiseltalsee. Die ersten 15 km natürlich per Auto mit den Drahteseln im Kofferraum.

Wirklich ein tolles Ausflugsziel! Perfekt ausgebaute Radwege und die ganze Umgebung kann man auch nur mit lobenden Worten erwähnen. Es passt einfach alles. Auch wenn wir mit unseren kleinen Klapprädern stellenweise belächelt wurden, ließen wir uns das nicht anmerken und traten mutig ins Pedal. Ziel war zwar natürlich ein Cache, aber eigentlich nur peripher. Der Weg führte uns bis zu den Weinhängen des Geiseltals bzw. bis zum lokalen Weinausschank. Wir gönnten uns aber nur ein Eis… so richtig erfrischend ist der Rebensaft ja leider auch nicht.

Es wird Zeit, dass der See endlich zum Baden frei gegeben wird. Ich glaube, dann wird er sicher öfter zum Ziel eines Ausflugs.


Danach ging es dann noch zur Quelle der Geisel. Wirklich ein schönes Fleckchen, an dem man sogar noch ein wenig dem Herrn Kneipp huldigen kann.

Mai
02

Gutshof Trebitz

Dieses Mal haben wir uns die alten Gemäuer eines verlassenen Bauerhofs angesehen. Von den damals recht beeindruckenden Gebäuden, stehen heute nur noch die äußeren Wände.

Leere Fensteröffnungen in zerbröckelnden Ziegelresten. Ein kleiner Baum reckt sich aus dem Dunkel eines eingestürzten Kellergewölbes.

Hohes Gras überwuchert den gepflasterten Weg. Blinde Türen die von der einen Natur in die Nächste überführen. Kein Unterschied zwischen Herrenhäusern und Gesindestuben, in jedem Zimmer kämpft die vergessene Zivilisation gegen die erbarmungslose Vegetation – und wir mittendrin. Im erschöpften Licht des vergehenden Tages war es ein ganz besonders beeindruckendes Erlebnis.

*Goettine*

Mai
01

Ruine im Salzland

Heute frönten wir wieder einer besonderen Liebhaberei. Dem Besuch vergessener Bauwerke. Dieses mal ging es tief in das Salzland. „Haus Zeitz“, eine kleine Siedlung in der Nähe von Belleben. Der Ursprung dieser Siedlung geht sehr wahrscheinlich bis in die Zeit der slawischen Besiedlung zurück. Der Name Zeitz erinnert an die slawische Worte “zitci” oder “ciza”, die für “Kornspeicher” oder “Göttin der Säugenden” stehen.

Dort befindet sich eine alte Schlossruine, welche im 15. Jahrhundert errichtet wurde. Das alte Schloss muss ein großer und reich ausgestatteter Bau gewesen sein, wie auch historische Abbildungen vermuten lassen. Dennoch zeigten sich bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts Anzeichen für einen Niedergang. Nach dem Wiener Kongress wurden Landarbeiter aus Polen und den damaligen deutschen Ostgebieten dort untergebracht.

Der Fürstensaal diente als Kornschütte und die herzogliche Familie ließ sich nur selten sehen. Auch 1945 hinterliesen amerikanische Soldaten ihre plündernden Spuren. Im Rahmen der Bodenreform in der sowjetischen Besatzungszone wurde die adelige Familie von Anhalt 1946 enteignet. Das Schloss diente der Unterbringung einiger der zahllosen Heimatvertriebenen. Vom Schloss „Haus Zeitz“ ist heute nicht mehr viel übrig.

Sehenswert sind die Ruinen dennoch, das Flair der Endlichkeit liegt schweigend auf den müde gewordenen Mauerresten. Langsam, aber stetig holt sich die Natur ihren Besitz zurück.

*Goettine*

Mai
01

Tag der Arbeit!

Da wir weder rote Fahnen schwengten, noch pöbelnd durch die Innenstadt zogen, hatten wir genügend Zeit das schöne Wetter ausgiebig zu genießen. Ein Ausflugsziel war die „Weiße Wand“ von Dobis. Ein Naturdenkmal im unteren Saaletal, welches die Verwitterungsschichten der unterschiedlichsten Gesteine zeigt. Aufgrund derer bietet das Gestein den verschiedensten Pflanzen eine Lebensgrundlage.

Hinzu kommt, dass das Gebiet des Naturparks das niederschlagsärmste in Deutschland ist. Das bedeutet, dass sich hier Pflanzengemeinschaften typischer Steppengebiete herausgebildet haben. Und da es im Burgenlandkreis so schön war mit der „Steil-Bergauf-Kletterei“, mussten wir das heute noch einmal wiederholen. Nur dieses Mal in der prallen Sonne und mit der reißenden Saale unter den Füßen. Hinauf zu einer Streuobstwiese, leider waren die Kirsch- und Apfelbäume noch in voller Blüte. Das sah schön aus, aber leider ungenießbar. Nur meine Schweinis haben sich über die Obstbaumblätter gefreut. Im Spätsommer würde sich ein Besuch in dieser Gegend sicher noch mehr lohnen. Man sollte nur große Beutel und Körbe nicht vergessen.

*Goettine*

Apr
25

Körperliche Ertüchtigung

Wieder unterwegs im Burgenlandkreis. Allerdings ließen wir heute die namengebenden, opulenten Bauwerke unbeachtet. Stattdessen besuchten wir Schulpforte – einen Ortsteil von Bad Kösen. Wer seinen begabten Nachwuchs fördern möchte, sollte sich dieses Örtchen merken. Denn die „Landesschule Pforta“ ist ein Internatsgymnasium zur Förderung Begabter mit einer langen Tradition die bis in das 16. Jahrhundert reicht.

Neben Friedrich Nietzsche (in Schulpforta von 1858 bis 1864) und anderen herausragenden Persönlichkeiten war auch Friedrich Gottlieb Klopstock hier Schüler. Ihm zu Ehren wurde eine kleine Quelle in der Nähe der Landesschule nach ihm benannt – diese war auch eines unserer Ziele. Dort angekommen, suchten wir einen geeigneten Weg zur nächsten Etappe unserer Reise. Wobei „geeignet“, vielleicht ein irreführendes Wort ist. Denn wir, *hüst* auf anraten von mir, wählten den DIREKTEN Weg. Dummerweise war dieser nicht wirklich befestigt bzw. er existierte gar nicht und führte steil gen Himmel.

Aber da unsere geistigen Fähigkeiten keiner Förderung bedürfen, weil diese bereits unermäßlich sind, trainierten wir eben unseren Körper. So krackselten wir im Angesicht des Todes schnurstracks auf unser Ziel – eine Eremitenklause zu. Dort angekommen ruhten wir eine Weile und liesen die wunderschöne Natur auf unsere geschunden Körper einwirken, bevor es weiterging quer durch Bad Kösen, entlang der Saale.

*Goettine*

Apr
19

Unterwegs im Burgenlandkreis

Burgenlandkreis – da muss man doch einmal nachsehen, ob der Name auch gerechtfertigt ist. Also ging es heute ab gen Süden. Angefangen haben wir mit Weißenfels, dort besuchten wir das Schloss „Neu-Augustusburg“. Die eigentliche Weißenfelser Burg wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört.

An ihrer Stelle entstand unter den Herzögen August und Johann Adolf I. im 17. Jhd. die barocke Residenz des albertinischen Herzogtums Sachsen-Weißenfels – das Schloss. Momentan befindet sich dieses in der Restauration und man kann die werdende Schönheit leider nur erahnen. Aber ein Blick von Schlossterrasse bietet eine herrliche Aussicht über die Stadt.

Weiter ging nach Schönburg eine Burganlage über dem gleichnamigen Dorf. Eine Ruine der romanischen Bischofsburg des Bistum Naumburg. Ein wunderschönes Fleckchen Erde. Leider kamen wir einen Tag zu spät, denn gestern war dort Jungweinfest.

*Goettine*

Nächste Seite »