Saalehochwasser 2013
Sophienheilstätte Bad Berka
Ende des 19. Jahrhunderts legte der Badearzt Dr. Ernst August Willrich an dieser Stelle so genannte Waldschlafstätten für Tuberkolosekranke an. Die Erkrankten lagen anfangs nur in Hängematten. Später wurden aber Holzhütten errichtet, deren Rückseite geschlossen und die restlichen Seiten hochrollbar waren. So wurde, aus Ermangelung einer medikamentösen Behandlung eine Art Frischluftkur angewandt.

1898 wurde die Tuberkuloseheilstätte ihrer Bestimmung übergeben. Ihren Namen erhielt sie von der verstorbenen Großherzogin. Im Jahr 1925 wurde die Heilstätte zu einer thoraxchirurgischen Klinik entwickelt und mit modernen, leistungsstarken Röntgenapparaten ausgestattet.



Nach Kriegsende beabsichtigte das sowjetische Militär die Beschlagnahme, um die Heilstätte in ein Seuchenlazarett für sowjetische Soldaten umzuwandeln. Dies konnte aber durch Prof. Dr. Adolf Tegtmeier verindert werden. Er ist heutiger Ehrenbürger der Stadt Bad Berka. Von 1951 bis 1957 wurde in Bad Berka die Zentralklinik für Lungenkrankheiten errichtet und an die Sophienheilstätte angegliedert.



1992 folgte die Schließung der „Heilstätte 1“. Seitdem sucht man leider vergeblich nach einem Käufer für das ca. 223.500 m² große Areal. Alleine die Nutzfläche der Hauptgebäude beträgt 10.375 m² und beinhaltet auch diverse Nebengebäude.
GSSD Bunker bei Muldenstein
Ein junger Wald, Forstwege, Hochsitze, nichts Auffälliges bis dahin. Doch was hat ein Trafohäuschen mitten im Wald zu suchen? Wir wussten es schon, gehörte es doch schließlich zur Stromversorgung einer großen unterirdischen Bunkeranlage der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland. Eben diese war unser heutiges Hauptziel.



Viel habe ich über den Bunker leider nicht in Erfahrung bringen können. Er war auf jeden Fall der Gefechtsstand einer Fla-Raketen Abteilung der GSSD im Raum Bitterfeld.



Der Bunker besteht aus zwei parallelen Bunkern vom Typ Granit 1 welche durch zwei monolithische Endbauwerke abgeschlossen wurden. Der Bunker verfügte einst über 2 Netzersatzanlagen (NEAs) und zwei Schleusen (Tamboure).
Beim Video möge man mir die etwas verwackelte Kameraführung verzeihen. Es ist nicht einfach darauf zu achten, wenn man nicht sieht, wo man hintritt. Zum anderen hatte ich auch nicht geplant, das Videomaterial für das Blog zu verwenden. Es war eigentlich nur für meine beiden daheim gebliebenen Mädels gedacht.


Da ich aber gestern Lust auf Videoschnitt hatte und die Arbeit nicht umsonst gewesen sein soll, gibt es an dieser Stelle auch bewegte Bilder.
VEB Rohzuckerfabrik Hecklingen
Am vergangenen Wochenende ging es Richtung Staßfurt. Nachdem wir dem ehemaligen VEB Fernsehgerätewerke „Friedrich Engels“ einen Besuch abgestattet hatten, folgte die Rohzuckerfabik in Hecklingen.

Der Lost Place ist schon zum Teil abgerissen, aber anscheinend ist den Verantwortlichen mittendrin eingefallen, dass das Geld nicht mehr reicht.



So steht noch ein Teil der Gebäude und 2 Schornsteine. Auf alle Fälle genug für einen spannenden und anspruchsvollen Cache.

Leider habe ich zu dem Gelände keinerlei Informationen im Netz gefunden, also müsst ihr euch diesmal mit den wenigen Bildern begnügen.
Winterwunderland
Wer mich kennt, weiß, dass ich eigentlich kein Freund dieser Jahreszeit bin. Die Kälte, der Schneematsch, die Glätte… das ist nicht meins und wird es auch nie werden! Dennoch hat so ein Spaziergang durch den frisch gefallenen Schnee etwas für sich. Vor allem, wenn die Sonne scheint und man die Kamera dabei hat.



So ging es heute mit Kind(erwagen) und Kegel an die frische Luft, um etwas Wärme (ja, es war tatsächlich warm) zu tanken. Wie sich zeigte, war die Sonne wirklich fleißig, denn die weiße Pracht war schon auf dem Rückzug. Man musste sich richtig beeilen, um noch ein paar Schnappschüsse machen zu können.


So…. nun kann aber wirklich langsam Frühling werden, finde ich!
Mal etwas Neues auf meine Ohren…
Nora Tschirner macht Musik. Da wurde ich hellhörig und muss gestehen, auch wenn das überhaupt nicht mein bevorzugtes Genre ist, es gefällt mir. Die Band, nennt sich Prag und besteht neben Nora aus ihren Berliner Bandkollegen Erik Lautenschläger und Tom Krimi.
Google-Suche im Mad-Men-Stil
Wie hätte Google in den 60er Jahren ausgesehen? Schon die damalige Technik hätte diverse Grenzen gesetzt, die diese Website mit Lochkarte und Schreibmaschine vor Augen führt. Einfach nur genial… klick

Er ist wieder da
Ich bin ja ein absoluter Fan von Hörbüchern. Ob auf dem Weg zur Arbeit, beim Einkaufen, bei der Hausarbeit, vor dem Einschlafen… eigentlich hab ich immer eins im Ohr. Aktuell läuft gerade „Er ist wieder da“
Zur Geschichte: Sommer 2011. Adolf Hitler erwacht auf einem leeren Grundstück in Berlin-Mitte. Ohne Krieg, ohne Partei, ohne Eva. Im tiefsten Frieden, unter Tausenden von Ausländern und Angela Merkel. 66 Jahre nach seinem vermeintlichen Ende strandet der Gröfaz in der Gegenwart und startet gegen jegliche Wahrscheinlichkeit eine neue Karriere – im Fernsehen. Dieser Hitler ist keine Witzfigur und gerade deshalb erschreckend real. Und das Land, auf das er trifft, ist es auch: zynisch, hemmungslos erfolgsgeil und auch trotz Jahrzehnten deutscher Demokratie vollkommen chancenlos gegenüber dem Demagogen und der Sucht nach Quoten, Klicks und Gefällt mir-Buttons.
Rüganer Spätsommerimpressionen
Der schöne Rügenurlaub ist ja nun leider schon vorbei, was bleibt sind die Erinnerungen und die Bilder. Damit ihr nicht den Eindruck erhaltet, wir hätten uns nur in Lost Places herumgetrieben, möchte ich an dieser Stelle mal ein paar Naturbilder bringen.
Wie man sieht, war Petrus mit uns und wir hatten fast die komplette Zeit perfektes Wetter, um die Insel zu erkunden. Nur zum Baden war es dann leider doch schon etwas zu frisch, aber das wird nächstes Jahr nachgeholt.
Die Bilder entstanden bei einer Wanderung von Lohme zum Königsstuhl sowie an einem wunderschönen Strand im südöstlichen Teil der Insel.
Rügen, du hast uns nicht zum letzten Mal gesehen. Wir kommen auf alle Fälle wieder. Schon allein wegen der vielen lieben Menschen, die wir hier kennenlernen durften.
Fla-Raketenabteilung der NVA
Heute stand der Besuch eines ehemaligen NVA Standorts auf dem Programm. Bewusst äußere ich mich nicht dazu, wo sich dieser befindet. Nur so viel, dass hier ein Regiment zur Luftverteidigung der Region stationiert war.
Die Fla-Raketenabteilung verfügte über die sogenannten S-125 Newa, ein radargeleitetes Flugabwehrraketensystem, das in der Sowjetunion vom Konstruktionsbüro Isajew entwickelt wurde und ab 1961 bei den Streitkräften des Warschauer Pakts im Einsatz war. [Quelle: Wikipedia]
Das gesamte System ist auf LKW und Anhängern montiert, was einen schnellen Standortwechsel möglich macht. Auf jedem LKW-TEL befinden sich normalerweise zwei Lenkwaffen, auf fest installierten Startern, meistens bis zu vier Stück.
Dies erklärt natürlich, dass wir keine der Trägersysteme zu Gesicht bekamen. Diese waren leider schon lange verschwunden. Dafür wurden wir durch die noch vorhandenen Bauwerke entschädigt.
Uns erwarteten diverse Schutzeinrichtungen, Fahrzeugunterstände, Kommunikationseinrichtungen sowie Mannschaftsbunker und Hubschrauberlandeplätze.
Man möge mir bitte die teilweise etwas schlechte Ausleuchtung der Bilder verzeihen, aber mit allein der Stirnlampe auf dem Kopf kann man da nicht allzu viel zaubern.
