Jul
17

Wasserturm Fürstenberg

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Ein Objekt der ganz besonderen Art wartete noch in Fürstenberg auf uns. Einen Wasserturm hatte ich bisher nur von außen gesehen.

Leider habe ich im Netz kaum Informationen zu dem Objekt gefunden. Nur, dass der Wasserturm 1910 gebaut wurde und der Entwurf von Gustav Oesten, einem Ingenieur aus Berlin, stammt.

Vom Kegeldach ist nicht mehr viel vorhanden, wodurch der Wasserbehälter offen steht.

Jul
16

ehemaliges GSSD Lager

Ganz in der Nähe des Konzentrationslagers Ravensbrück auf dem Gelände des ehemaligen KZ Uckermark befand sich ein Lager der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland.

Das KZ Uckermark war ein Jugendkonzentrationslager für Mädchen und junge Frauen im Deutschen Reich. Die sehr einfachen Holzbaracken, in denen sie untergebracht waren, wurden kurz nach der Befreiung durch die Rote Armee abgerissen. Das Gelände wurde im Anschluss bis 1993 militärisch genutzt.

Nov
19

Schloss Köchstedt

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Am Wochenende ging es nach Köchstedt, einer kleinen Gemeinde bei Teutschenthal. Ziel war das dortige Schloss. Ursprünglich ein Gutshof, wurden dessen Wohngebäude um 1900 zu einem Landschloss aufgewertet. Das Objekt selbst liegt mittlerweile gut versteckt, hinter einem verwilderten Park.

Es versprüht aber noch eine Menge Charme, von außen und vor allem auch von innen. Sind es zum einen die kleinen Türmchen, die einem an der Fassade sofort ins Auge stechen, so sind es nach dem Betreten die Bleikristallfenster, die vielen Holzdekors und vor allem das alles noch so gut erhalten ist. Wer öfter in Lost Places unterwegs ist, weiß, dass eben letzteres nicht selbstverständlich ist.

2008 gab es den Plan, aus dem Schloss eine islamische Begegnungsstätte zu machen. So recht vorstellen kann ich mir das allerdings nicht. Es passt einfach nicht zu dem Objekt. Wobei es schön gewesen wäre, wenn finanzielle Mittel in dessen Erhalt geflossen wären.

Nun steht es leer und ist weiterhin dem Verfall preisgegeben.

Jun
14

GSSD Kaserne Fürstenberg

Dies war eigentlich unser erstes Ausflugsziel in Fürstenberg. Warum wird es dann der letzte Blogbeitrag der das diesjährige Pfingstwochenende behandelt? Nun ja, das hat keinen bestimmten Grund. Ich habe halt nur sehr wenige Infos über das Objekt gefunden.

Ursprünglich ab 1900 gebaut, war es ein Erholungsheim des deutschen Privatbeamtenvereins. Es bestand ehemals aus 140 Villen.


Ab September 1945 zog der Stab der 2. Garde-Panzerarmee ein. Zum Ende der 80er Jahre wurde durch die sowjetischen Streitkräfte in Fürstenberg der 1340. Führungspunkt der Luftverteidigung in Form einer Luftverteidigungszone des Befehlshabers der 2. Gardepanzerarmee GSSD/WGT geschaffen.

Jun
14

Raketenlager bei Wolfsruh

Hier befand sich das Raketenlager der Fla-Raketenabteilungsgruppe 411 Badingen. Es wurde 1983 gebaut und bestand aus 3 Lagerbunkern, einer Kfz-Halle sowie weiteren Versorgungs- und Wachgebäuden.

Die Bunker bestehen aus 3 parallel angeordneten Kammern, die beidseitig durch Druckschutztore verschlossen waren. Jede der Kammern bot Platz für 6 S-200 Raketen, was eine Gesamtlagerkapazität von 36 Stück für das gesamte Objekt ergab.

Jun
13

Sonderwaffenlager Neuthymen

Wo wir uns an Feiertagen oder im Urlaub herumtreiben, kann man sich bestimmt denken. Richtig, in ollen Ruinen natürlich. Zu Pfingsten ging es dieses Jahr wieder nach Fürstenberg bzw. um genau zu sein nach Himmelpfort. Von hier aus wurden allerhand interessante Objekte erkundet. Natürlich, wie so oft, informiert man sich erst im Nachhinein, was man dort alles gesehen hat und welchen Zweck es ehemals hatte.

Neuthymen war einer von 31 Standorten in der ehemaligen DDR, an dem die sowjetische Armee Atomwaffen gelagert hat. Baubeginn war ca. ab 1950.

Auf dem Gelände befanden sich unter anderem Wartungshallen, Unterkunftsgebäude, Sozialgebäude, ein Kulturhaus, eine Sporthalle, 3 Heizhäuser, Kfz-Hallen, ein Wasserwerk sowie Wachgebäude. Zusätzlich dazu waren 4 Startstellungen für SS-4 und 1 Startstellung für SS-3 vorhanden.

Angaben zur Nutzungsgeschichte:

– Kaserne des 204. Garde-Motorisierten Schützenregiments
– ab November 1958 Erweiterungsbauten für Raketenstationierung
– April bis September 1959 Lager für nukleare Einsatzmittel
– Sicherstellung durch 635. Raketenabteilung der 72. Ingenieurbrigade
– ab 1969 Lager der 152. Raketenbrigade Waren (Erweiterungsbau Lagerbunker Typ AU-11)
– 1966-85 Kaserne der 3. Garde-Spezialaufklärungsbrigade
– ab 1985 Kaserne der 14. Luftsturmbrigade
– 1990 Ãœbergabe an deutsche Verwaltung
– ab 2008 Rückbau der baulichen Anlagen

[Quelle: sachsenschiene.net]

Mai
07

Sophienheilstätte Bad Berka

Ende des 19. Jahrhunderts legte der Badearzt Dr. Ernst August Willrich an dieser Stelle so genannte Waldschlafstätten für Tuberkolosekranke an. Die Erkrankten lagen anfangs nur in Hängematten. Später wurden aber Holzhütten errichtet, deren Rückseite geschlossen und die restlichen Seiten hochrollbar waren. So wurde, aus Ermangelung einer medikamentösen Behandlung eine Art Frischluftkur angewandt.

1898 wurde die Tuberkuloseheilstätte ihrer Bestimmung übergeben. Ihren Namen erhielt sie von der verstorbenen Großherzogin. Im Jahr 1925 wurde die Heilstätte zu einer thoraxchirurgischen Klinik entwickelt und mit modernen, leistungsstarken Röntgenapparaten ausgestattet.

Nach Kriegsende beabsichtigte das sowjetische Militär die Beschlagnahme, um die Heilstätte in ein Seuchenlazarett für sowjetische Soldaten umzuwandeln. Dies konnte aber durch Prof. Dr. Adolf Tegtmeier verindert werden. Er ist heutiger Ehrenbürger der Stadt Bad Berka. Von 1951 bis 1957 wurde in Bad Berka die Zentralklinik für Lungenkrankheiten errichtet und an die Sophienheilstätte angegliedert.

1992 folgte die Schließung der „Heilstätte 1“. Seitdem sucht man leider vergeblich nach einem Käufer für das ca. 223.500 m² große Areal. Alleine die Nutzfläche der Hauptgebäude beträgt 10.375 m² und beinhaltet auch diverse Nebengebäude.

Mrz
04

GSSD Bunker bei Muldenstein

Ein junger Wald, Forstwege, Hochsitze, nichts Auffälliges bis dahin. Doch was hat ein Trafohäuschen mitten im Wald zu suchen? Wir wussten es schon, gehörte es doch schließlich zur Stromversorgung einer großen unterirdischen Bunkeranlage der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland. Eben diese war unser heutiges Hauptziel.

Viel habe ich über den Bunker leider nicht in Erfahrung bringen können. Er war auf jeden Fall der Gefechtsstand einer Fla-Raketen Abteilung der GSSD im Raum Bitterfeld.

Der Bunker besteht aus zwei parallelen Bunkern vom Typ Granit 1 welche durch zwei monolithische Endbauwerke abgeschlossen wurden. Der Bunker verfügte einst über 2 Netzersatzanlagen (NEAs) und zwei Schleusen (Tamboure).

Beim Video möge man mir die etwas verwackelte Kameraführung verzeihen. Es ist nicht einfach darauf zu achten, wenn man nicht sieht, wo man hintritt. Zum anderen hatte ich auch nicht geplant, das Videomaterial für das Blog zu verwenden. Es war eigentlich nur für meine beiden daheim gebliebenen Mädels gedacht.

Da ich aber gestern Lust auf Videoschnitt hatte und die Arbeit nicht umsonst gewesen sein soll, gibt es an dieser Stelle auch bewegte Bilder.

Feb
18

VEB Rohzuckerfabrik Hecklingen

Am vergangenen Wochenende ging es Richtung Staßfurt. Nachdem wir dem ehemaligen VEB Fernsehgerätewerke „Friedrich Engels“ einen Besuch abgestattet hatten, folgte die Rohzuckerfabik in Hecklingen.

Der Lost Place ist schon zum Teil abgerissen, aber anscheinend ist den Verantwortlichen mittendrin eingefallen, dass das Geld nicht mehr reicht.

So steht noch ein Teil der Gebäude und 2 Schornsteine. Auf alle Fälle genug für einen spannenden und anspruchsvollen Cache.

Leider habe ich zu dem Gelände keinerlei Informationen im Netz gefunden, also müsst ihr euch diesmal mit den wenigen Bildern begnügen.

Okt
19

Fla-Raketenabteilung der NVA

Heute stand der Besuch eines ehemaligen NVA Standorts auf dem Programm. Bewusst äußere ich mich nicht dazu, wo sich dieser befindet. Nur so viel, dass hier ein Regiment zur Luftverteidigung der Region stationiert war.

Die Fla-Raketenabteilung verfügte über die sogenannten S-125 Newa, ein radargeleitetes Flugabwehrraketensystem, das in der Sowjetunion vom Konstruktionsbüro Isajew entwickelt wurde und ab 1961 bei den Streitkräften des Warschauer Pakts im Einsatz war. [Quelle: Wikipedia]

Das gesamte System ist auf LKW und Anhängern montiert, was einen schnellen Standortwechsel möglich macht. Auf jedem LKW-TEL befinden sich normalerweise zwei Lenkwaffen, auf fest installierten Startern, meistens bis zu vier Stück.

Dies erklärt natürlich, dass wir keine der Trägersysteme zu Gesicht bekamen. Diese waren leider schon lange verschwunden. Dafür wurden wir durch die noch vorhandenen Bauwerke entschädigt.

Uns erwarteten diverse Schutzeinrichtungen, Fahrzeugunterstände, Kommunikationseinrichtungen sowie Mannschaftsbunker und Hubschrauberlandeplätze.

Man möge mir bitte die teilweise etwas schlechte Ausleuchtung der Bilder verzeihen, aber mit allein der Stirnlampe auf dem Kopf kann man da nicht allzu viel zaubern.

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