Dez
02

VEB Polygraph Reprotechnik Leipzig

Geocaching       Trackback

Am Wochenende stand endlich mal wieder ein Leipziger Lost Place auf dem Programm. Wie die Ãœberschrift schon sagt, ging es auf das Gelände der ehemaligen Hoh & Hahne Reproduktionstechnik in Leipzig-Leutzsch.

Zur Geschichte habe ich etwas im Staatsarchiv Leipzig gefunden: „Am 1. Oktober 1899 gründeten August Hermann Richard Hoh und Friedrich August William Hahne in Leipzig eine Firma zur Produktion und zum Vertrieb fotografischer Bedarfsartikel und Apparate. 1941 wurde das Unternehmen in eine Kommanditgesellschaft umgebildet.

Entsprechend einer Verfügung des Rates der Stadt Leipzig, Dezernat für Wirtschaft und Verkehr, Amt für Wirtschaft, vom 27. Oktober 1950 wurde die Firma einem Treuhänder übergeben. Am 3. August 1951 übernahm die VVB (Z) OPTIK Jena die Verwaltung. Die Deutsche Investitionsbank, Filiale Leipzig, wurde zum 16. September 1953 staatlicher Gesellschafter. Zum 5. November 1962 wurde das Unternehmen im Handelsregister gelöscht.“

Dort wurden unter anderen die begehrten „Lux“-Trockenplatten verkauft. Mehr Informationen gibt es hier: klick Das Gebäude ist wirklich ein Schmuckstück. Auf der einen Seite ist es schade, dass man es dem Verfall preis gibt, auf der anderen natürlich gut, denn so zeigt es seinen maroden Charme und bietet sich als tolles Fotomotiv dar.

Am Ende nutzten wir auch noch die Zeit, um den 1. Advent zu feiern.

Okt
31

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?

Was ist passender als am letzten Tag des Weinmonats die Reben zu besuchen, die dem Oktober ihren Namen leihen?

Auf einer schönen Wanderung durch die Weinberge um Langenbogen und Höhenstedt – der „nördlichsten geschlossenen Weinbauanlage“ – konnten wir neben einigen leckeren Äpfeln auch noch ein paar süße Trauben ernten.

Die wärmende Oktobersonne, das laue Lüftchen und die leckeren Früchte – so lässt sich Cachen mit allen Sinnen genießen.

Solche kleinen Touren machen doch immer wieder Spaß und nebenbei gab es natürlich noch ein kleines Kaffeetrinken mit Kuchen und Feigen in netter Gesellschaft.

Sep
24

Militärflugplatz Zerbst zum 2.

Ich lasse echt nach. Die Bilder waren schon ewig gesichtet, ich kam nur nie dazu, sie für einen Blogbeitrag zu bearbeiten. Dies ist nun endlich geschehen.

Vor gut einem Jahr waren wir schon einmal auf diesem 1936 gebauten Militärflugplatz, welcher mit seiner Fläche von 420 Hektar einer der größten Europas war.

Diesmal war eine etwas größere und auch längere Tour geplant. Da dies alles nicht an einem Tag zu schaffen war, übernachteten wir einfach vor Ort. Das Wetter meinte es ja gut mit uns und so konnten wir uns sogar das Zelt sparen. Endlich mal wieder unterm Sternenhimmel übernachten – zuletzt hatte ich das beim Bund. Damals war es aber nicht so angenehm wie dieses mal.

Es war ein echt geniales, aber auch anstrengendes Wochenende. Am Ende hatte jeder von uns unfreiwillig knapp 500 ml Blut an die Mücken gespendet. Mittlerweile sind die Mahle aber schon abgeklungen und so bleibt eigentlich nur Positives von diesem Wochenende zurück. Es war eine super tolle Truppe und ich freue mich schon auf die nächste Tour mit euch 😉

Viele Grüße natürlich auch an unsere Freunde aus Hamburg. Es wäre echt toll, euch mal wieder auf einem LP zu begegnen.

Aug
01

Geiseltalseeradtour

Lange, wirklich sehr lange, waren wir nicht mehr mit den Fahrrädern unterwegs. Vielleicht liegt es ja daran, dass meins mit platten Vorderrad und unzuverlässigen Bremsen im Keller vor sich hin steht. Aber da sind ja noch immer die Klappräder meiner lieben Eltern in der Garage und die sollen ja auch nicht einrosten. So ging es heute bei schönsten Sommerwetter in Richtung Geiseltalsee. Die ersten 15 km natürlich per Auto mit den Drahteseln im Kofferraum.

Wirklich ein tolles Ausflugsziel! Perfekt ausgebaute Radwege und die ganze Umgebung kann man auch nur mit lobenden Worten erwähnen. Es passt einfach alles. Auch wenn wir mit unseren kleinen Klapprädern stellenweise belächelt wurden, ließen wir uns das nicht anmerken und traten mutig ins Pedal. Ziel war zwar natürlich ein Cache, aber eigentlich nur peripher. Der Weg führte uns bis zu den Weinhängen des Geiseltals bzw. bis zum lokalen Weinausschank. Wir gönnten uns aber nur ein Eis… so richtig erfrischend ist der Rebensaft ja leider auch nicht.

Es wird Zeit, dass der See endlich zum Baden frei gegeben wird. Ich glaube, dann wird er sicher öfter zum Ziel eines Ausflugs.


Danach ging es dann noch zur Quelle der Geisel. Wirklich ein schönes Fleckchen, an dem man sogar noch ein wenig dem Herrn Kneipp huldigen kann.

Jul
04

X50

Geocaching       Trackback

Früher als Kind war ich öfter im Kulturhaus Schkopau und habe so manche Theaterveranstaltung dort gesehen. Nach der Wende wurde es dann dem Verfall preisgegeben, bis sich ein mutiger Investor fand. Leider lief das komplett schief.

Jetzt wird das Gebäude nur noch von Kindern zum Skaten und seit neuesten von Cachern zur Schatzsuche verwendet. Danke nochmal an dieser Stelle für den tollen 1000. Cache, Thomas. Da wir beim ersten Besuch des Gebäudes voll und ganz im Bann der Cachegeschichte standen, kam die Kamera nicht zum Einsatz. Dies musste natürlich nachgeholt werden. Gestern war es dann soweit.

Man glaubt gar nicht, wie viel in dem Gebäude schon modernisiert wurde und wie viel Geld da drin steckt. Echt unverständlich, wie man sowas dennoch verfallen lassen kann…

Jun
29

Wir leben noch

Geocaching       Trackback

Asche auf mein Haupt, dass es hier so lange keinen neuen Beitrag gab, aber irgendwie fehlte mir die Zeit. Ich gelobe hiermit Besserung und möchte gleich mal ein paar Eindrücke von unserer letzten Tour präsentieren.

Zu dem Cache will ich nicht viel verraten, nur soviel – er ist sehr empfehlenswert.

Da sich bei dem Gruppenbild ein Rucksack in den Randbereich gemogelt hatte, kam ich nun endlich mal dazu, die neue Funktion im Photoshop CS5 zu testen. Damit lassen sich jetzt nämlich solche Dinge inhaltssensitiv füllen. Es ist schon echt der Wahnsinn, was nun mit ein paar Klicks und 30 Sekunden Aufwand machbar ist. Ich habe das Bild mal bewusst nicht weiter bearbeitet. Vorher -> Nachher Man erkennt zwar noch ein paar Unschärfen, aber wie gesagt, dass ist das Ergebnis von einer halben Minute Arbeit. Endlich ist der Kopierstempel Geschichte.

Mai
04

Unser Hobby hatte Geburtstag

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… Und das musste natürlich gebührend gefeiert werden. 10 Jahre Geocaching! Zu diesem Anlass traf sich die kunterbunte Fangemeinde dieses ungewöhnlichen Freizeitvertreibs um dieses besondere Jubiläum zu zelebrieren. Und es war ein berauschendes Fest.

Wo man hin blickte, sah man bekannte (oder auch mal weniger bekannte) Gesichter. Wo man hin hörte, lauschte man Geschichten über unser gemeinsames Hobby. Wie so eine Dosensuche doch verbinden kann. Es war ein wunderschönes Event, mit ein paar Schnappschüssen, haben wir versucht, dieses illustre Treiben fest zu halten.

hier geht es zu den Bilder: klick

*Goettine*

Mrz
31

Ich hock in meinem Bonker

Geocaching       Trackback

Frei nach diesem Motto ging es am Sonntag in Richtung Geiseltalsee.

Auch wenn wir alle noch ein bisschen unter dem, von der Zeitumstellung verursachten, Jetlag litten, wollten wir es uns nicht nehmen lassen, so schnell wie möglich diesen frisch bedosten Bunker zu erkunden.

Eigentlich hatten wir dort selbst etwas geplant, aber wer zuerst malt…. Bei dem Bunker handelt es sich übrigens um einen ehemaligen russischen Führungsbunker vom Typ UK-27/4 welcher in Mitte der 80er Jahre gebaut wurde. Er ist zweietagig und hat eine Nutzfläche von 2900 m².

Genug Platz also, um sich richtig auszutoben.

Mrz
17

Auf dem Drahseil

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Am Samstag besuchten wir, der bekannten Gewohnheit folgend, ein altes Industriegelände in Leipzig – die ehemaligen Bleichert Transportanlagen die 1881 errichtet worden sind. Bis zum Zweiten Weltkrieg war die Firma Bleichert führend im Bau von Transportanlagen für Massengüter aller Art. Es wurden Drahtseilbahnen, Kabelkrane und Nahförderanlagen konstruiert und hergestellt.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Firma in eine Sowjetische Aktiengesellschaft (SAG) umgewandelt. 1955 wurde es in VEB Schwermaschinenbau Verlade- und Transportanlagen umbenannt (für alle Cacher: mit der bekannten Abkürzung VTA). 1990 wurde der Stammbetrieb privatisiert und in VTA GmbH umbenannt, aber bereits 1991 folgte die Schließung.

Jetzt liegt das Gebäude verlassen mitten in Leipzigs „Lost-Place-Eldorado“. Obwohl verlassen? Wohl eher nicht! Als wir uns auf den Weg machten die verfallene Ruine zu erkunden, waren wir auf unserer Mission nicht allein. Bereits zu Beginn trafen wir eine Gruppe Gleichgesinnter, der wir uns direkt anschlossen. Und während wir der leitenden (inneren?) Stimme folgten, trafen wir immer mehr Dosenverrückte!

Ja, diese Gemäuer beherbergen einige Höhen, Löcher, Gräben, Kanäle (mit und ohne Wasser – ich stand leider in einem mit) die alle erkundet werden wollten – und das nicht nur von uns. Aber tatsächlich waren wir (das bereits mehrfach erprobte Dreamteam) dieses Mal die begeisterten Zuschauer des Spektakels. (Mit unserer uneingeschränkten Empirie kann man auch mal die Neulinge die erfahrungs-anreichernden Aufgaben machen lassen! An dieser Stelle liebe Grüße an unsere kletternden und kriechenden Begleiter).

Was für ein tolles Hobby bei dem man durch Dreck und Schmutz kraucht, in schwindelerregende Höhen steigt, um am Ende eine Tupperdose in der Hand zu halten! Zum Glück sind wir mit dieser Leidenschaft nicht allein, und es macht immer wieder Spaß, ebensolche Verrückte zu treffen.
Ein erlebnisreicher Tag in sehr netter Gesellschaft!

*Goettine*

Mrz
08

Bugra

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(Nein, ich habe mich nicht vertippt und es sollte nicht BuGa heißen. Das R ist da schon richtig!)

Diese Abkürzung stammt aus der Zeit als Leipzig noch eine bedeutende „Bücherstadt“ war. Es ist die Abkürzung für die Internationale Ausstellung für Buchgewerbe und Graphik, welche von 1914-1994 in dieser Stadt veranstaltet wurde. Selbst in der DDR wurde diese Tradition fortgesetzt, nur die Wende überlebte sie nicht unbeschadet.

Die letzte Weltausstellung für Buchgewerbe und Graphik, fand unter Abstinenz der großen westdeutschen Maschinenbauunternehmen und Branchenverbände 1993 statt. Die für den August 1994 geplante Ausstellung wurde vier Monate vor Messebeginn abgesagt. Und diese Bugra fand ab 1921 in den Räumen des Deutschen Buchgewerbehauses statt.

Und genau dieses hübsche Neorenaissance-Gebäude steht nun leer und verlassen… nun nicht ganz verlassen, ab und zu sind da ein ein paar „Verrückte“ und erkunden dieses recht gut erhaltene Stück deutscher Buchgeschichte. Und dabei benutzen sie alle möglichen Fortbewegungsarten: entweder auf allen Vieren, mal im Entengang und ab und zu auch mal robbend 😉 !

Was für ein erlebnisreicher Tag! Und wie man auf den Bildern unschwer erkennen kann, hatten wir mal wieder im üblichen Team sehr viel Spaß!

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