Nov
30

Schlammiger 1. Advent

Geocaching       Trackback

Sonnenschein und blauer Himmel – da hält uns nichts in der Wohnung. Natürlich ging es wieder auf Cachejagd. Unser heutiges Ziel hieß Rampitz. Wieder so ein Nest Ort in der Umgebung von dessen Existenz ich bis jetzt nichts wusste. Schon die Straßen, über die mich mein Navi lotste, ließen erahnen, dass wir den Arsch der Welt keine Metropole ansteuerten.

Aber schon allein das Wetter entschädigte uns für die holprige Fahrt. Gut so, denn wir hatten noch einen weiten Fußmarsch vor uns. Ziel Nummer 1 war ein Cache, der an einen ehemaligen Schrankenwärterhäuschen versteckt war. Leider fiel letzteres vor einer Weile der Abrissbirne zum Opfer, sodaß wir keine Möglichkeit mehr hatten, dieses Stückchen Geschichte zu besichtigen. Dafür war aber der Cache recht schnell gefunden und der Geocoin vom letzten Mal fand somit ein neues Versteck. Nach dem obligatorischen Lobucheintrag ging es direkt weiter zum nächsten Objekt der Begierde.

Um dorthing zu gelangen galt es aber erstmal ca. 1 km auf einer alten Holperstrasse zu laufen. Die letzten 200 m führten dann quer über’s Feld. Wenn man die Feuchtigkeit der letzten Tage bedenkt, kann man erahnen, dass wir in Folge dessen eine riesige Menge Schlamm an den Schuhen mit unser herumtrugen. Aber was solls, sowas sind wir ja gewohnt. Was uns hier allerdings erwartete, konnten wir nicht ahnen. Wahrscheinlich hatte dieses Bauwerk früher auch einmal die Funktion eines Flakbunkers, übrig geblieben sind allerdings nur 3 unterirdische Räume, die eigentlich noch vollständig erhalten sind. Den Rest hat sich Mutter Natur schon wieder fleißig erobert und das nicht nur mit Hilfe von Pflanzenwuchs, wie man anhand des oberen Bildes erkennen kann.

Ein wirklich tolles Versteck für einen Geocache. Allerdings zeigte sich an dieser Stelle einmal wieder, dass es besser gewesen wäre, den Champster mitzunehmen. Der kleine Micro lag nähmlich sehr weit oben in einem Mauerloch. Ein wenig Strecken zeigte dann allerdings auch Erfolg und die Goettine förderte die ehemalige Filmdose zu Tage.

Wieder 2 Caches, die wir erfolgreich loggen konnten. So langsam werden wir Profis.

Bewegungsprofil: 7,3 km querfeldein

Nov
28

Die Suche nach dem seidenen Faden

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Heute war es so weit, der Michael und meine Wenigkeit wollten es endlich wissen. Zum 3. Mal ging es an den Osendorfer See. Dieser verflixte seidene Faden musste doch zu finden sein und so war es auch. Mein Begleiter bewies mal wieder seinen geschärften Blick. Zwar habe ich bisher noch kein fieseres Versteck gesehen, aber es war machbar.

Der Faden war nicht aus Seide, eher aus sehr dünnen grünen Draht. Wie gut das zu sehen ist, könnt ihr euch ja sicher vorstellen. Wie auch immer, dafür fanden wir den Final dann problemlos und konnten uns endlich im Logbuch verewigen. Da wir aber so gut in der Zeit lagen, steuerten wir direkt den nächst gelegenen Cache an. Hierbei handelte es sich um einen kleinen Multi. Nach einer kurzen Runde am Hufeisensee, war der Schatz schnell und diesmal absolut problemlos gehoben. Hierbei kam mein erster Geocoin zum Vorschein.

Dabei handelt es sich um eine kleine Medaille, welche ähnlich den Travelbugs von Cache zu Cache weitergetragen wird. Nun liegt sie erstmal vor mir und begleitet uns auf den nächsten Touren, bis ein gemütlicher Platz zum Verstecken gefunden ist.

Bewegungsprofil: 3,5 km am Hufeisensee

Nov
26

Osendorfer See

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Nachdem wir uns an diesen Cache letzte Woche schon einmal versucht hatten, uns dabei allerdings ein kleiner Rechenfehler unterlaufen war, ging es heute erneut in die Natur. Diesmal allerdings in neuer Besetzung. Da die Goettine und der Champster keine Zeit hatten, war der Moment perfekt, meinem Kumpel Micha dieses Hobby näherzubringen. Also ging es nonstop zum ehemaligen Tagebaugebiet.

Mit den richtigen Koordinaten war der Fehler vom letzten Mal schnell vergessen und wir hatten auch kaum Probleme, die weiteren Stationen zu finden. Selbst ein wirklich sehr gutes Versteck in einem Baumpilz blieb uns nicht verborgen. Um genau zu sein, hat der Geocachingneuling diesen Hinweis gefunden und sich somit für weitere Touren qualifiziert. Leider scheiterten wir dann, wie viele andere, an der 5. Station. Hier galt es einen Hinweis am seidenen Faden zu finden. Aber selbst nach 30 minütiger Suche blieb dieser verschollen. So schnell wird uns das Ding aber nicht los. Das heißt, falls wir mal wieder in der Nähe sind, wird die Suche fortgesetzt. Mal ehrlich, bei dem momentanen Wetter und mit so viel Laub auf dem Boden ist das Cachen manchmal gar nicht so einfach.

Ich freue mich aber, wieder jemanden mit dem Geocachingfieber angesteckt zu haben.

Bewegungsprofil: 5.6 km rund um den See

Nov
22

Friedrich Nietzsche

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Hand hoch, wer hätte gewusst, wo der berühmte Philosoph geboren und beigesetzt wurde? Ich zumindest bis heute nicht und das fand ich echt peinlich. Schließlich liegt der Ort nur ca. 45 Autominuten von zu Hause entfernt. Gemeint ist Röcken, bei Lützen. Und wodurch wurde ich darauf aufmerksam? Richtig, dort liegt ein Geocache.

Da wir uns von den, laut Radiowetterbericht, gefühlten -15 °C nicht abschrecken ließen, ging es heute wieder auf Tour. Diesmal erneut mit elterlicher Unterstützung. Ich glaube wenn es Nietzsche nicht gegeben hätte, würde man diesen Ort auf der Landkarte vergeblich suchen, was aber echt schade wäre.

Auch wenn wir einen ziemlichen Umweg nahmen, die kleine Dorfkirche, an welcher sich die Gedenkstätte befand, war dann doch recht schnell erreicht. Dort waren auch alle Zahlen zu finden, die wir für die finalen Koordinaten benötigten. Also ging es, nach der Besichtigung des Grabmals, direkt zum versteckten Cache. Auch wenn die Dose etwas sorglos versteckt war, wanderte nun endlich der zuletzt gefundene Travelbug Gabriel hinein und wir tarnten alles ein wenig besser. Dummerweise haben wir heute im Eifer des Gefechts irgendwie vollkommen vergessen, das obligatorische Cachefoto zu machen. Ist aber auch nicht schlimm, denk ich.

Im Nachbarort Lützen gibt es am Denkmal zu Ehren des dort gefallenen Schwedenkönigs Gustav-Adolf übrigens auch einen Cache, den wir heute aber, in Anbetracht der vorgerückten Stunde und der Kälte erstmal unbeachtet lassen mussten. Er ist aber nur aufgeschoben, versprochen. Ãœbrigens habe ich die D60 aufgrund meiner Eishände heute öfters einmal in Goettines Obhut gegeben, wodurch ich es diesmal auch öfters auf Bilder geschafft habe. Danke dafür und dass ich meinen Händen dadurch etwas Wärme gönnen konnte.

Bewegungsprofil: 1,8 km auf Nietzsches Spuren

So, jetzt gibt es aber erstmal Glühwein – den haben wir uns verdient!

Nov
16

Mehrgenerationsgeocaching

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… ein sehr langes Wort, aber es passt prima. Heute waren nämlich meine lieben Eltern als Unterstützung dabei. Am Anfang konnten wir gar nicht ahnen, wie nötig wir deren Erfahrung im späteren Verlauf der Suche noch haben würden.

Heute ging es, auf den Spuren Goethes und Schillers, nach Bad Lauchstädt. Auch dort waren wir schon sehr oft, kannten den Ort und machten uns keine großen Sorgen, den Cache nicht zu finden. Anfänglich lief auch alles wie am Schnürchen, bis wir dann zur 3. Station kamen. Der dort gesammelte Wert bescherte uns Koordinaten, die einfach nicht stimmen konnten – die A38 war etwas weit weg, zumindest zu Fuß. Es war aber auch etwas undeutlich ausgedrückt, denn als wir ein kleines Stück weiterliefen, fanden wir dann die „passenderen“ Zahlen. Auf den Schreck und weil’s so frostig war, wurde erstmal das hiesige Cafe unsicher gemacht und danach ging es, aufgewärmt und frohen Mutes, weiter.

Dann kam er, der Punkt, an dem Goettine und ich verzweifelt nach einem Fremdwörterbuch gesucht hätten. Was zum T**fel sind Putten? Diese galt es nämlich am berühmten Quellbrunnen zu zählen. Hier offenbarte es sich, dass es gut war, meine Eltern dabei zu haben. So erfuhren wir, dass Putten kleine, meist nackte, barocke Kinderskulpturen sind – wieder etwas dazu gelernt. Dummerweise waren die eben genannten zwar scheinbar abgedeckt, aber man konnte ja trotzdem die Schutzhüllen zählen.

Danach stellte sich unseren Quartett nichts mehr in den Weg, der kleine Micro war schnell gefunden und wir konnten uns ins Logbuch eintragen.

Ein toller Tag und sicher nicht die letzte Cachesuche mit den Nachbarn & Eltern.

Bewegungsprofil: 3,3 km quer durch den Kurpark und angrenzende Sehenswürdigkeiten

Nov
14

Südparkcaching

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Nach dem an der Sixti Ruine, gab es noch einen 2. Geocache, den wir bequem zu Fuß erreichen konnten könnten. Er war nur kurzzeitig nicht verfügbar. Dummerweise hatten ihn Unwissende geplündert. Mittlerweile aber wieder neu erstellt, wartete er nun auf uns. Sein Versteck war bzw. ist der Merseburger Südpark und dort sind wirklich rund um die Uhr eine Menge Leute unterwegs. Deshalb machten wir uns extra an einem Wochentag auf die Suche. Frisch von Arbeit konnte ich mich zu Hause noch mit Kaffee und Kuchen stärken (danke an die Goettine und den Champster) und los ging es – natürlich nicht zu Fuß, wie anfangs geplant. Zu unserer Verteidigung – es war ja schon spät und so war jede Minute wichtig.

Um ehrlich zu sein, brauchten wir bis zum Finale kein GPS, da wir uns im Südpark perfekt auskannten. Somit war die Suche eigentlich kein Problem, aber trotz der späten Stunde und der recht kühlen Temperaturen waren ziemlich viele Hundebesitzer, Jogger, Pseudo-Nordicwalker (oder wie nennt man die Leute, die so tun als ob, nur ohne Stöcke?) und Kinderwagenschieber unterwegs. Der Cache war aber etwas ab vom Weg versteckt, sodaß man sich unbeobachtet ins Logbuch eintragen konnte. Eine schöne Runde und ich glaube, der Südpark hat dem Champster auch gefallen.

Auf der Rückfahrt wirkte der Vollmond einfach nur riesig und ich freute mich schon auf einen tollen Schnappschuss. Dummerweise ist der Erdtrabant aber scheinbar etwas fotoscheu und zog sich prompt zurück. Aber ich bin jetzt mal stur und veröffentliche das Bild trotzdem, auch wenn es arg verrauscht ist – nur um den Mann im Mond zu ärgern (selbst schuld!)

Bewegungsprofil: 2,1 km

Nov
09

Offene Rechnungen

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Im letzten Beitrag hatte ich es ja schon angekündigt, das Versagen vom letzten Mal sollte sich heute in Luft auflösen. Im Vergleich zum letzten Mal war heute am See richtig was los.

Der flotte Wind hatte ein paar Kyte Surfer angezogen und diese drehten nun ihre Bahnen auf dem Wasser. Auch mit Neoprenanzug waren sie nicht wirklich zu beneiden – fand ich jedenfalls – auch wenn die Sportart als solche sicher echt einen riesen Spaß macht. Aber genug davon, uns hatte ein anderer Sport hierher verschlagen. Heute ging es direkt auf befestigten Wegen in Richtung Cache. Zwar musste man sich die letzten Meter durch den Wald schlagen, aber das war lachhaft im Vergleich zu dem, was wir vor 2 Tagen gemacht haben. Heute war Champster der Glückliche, der den Cache unter einem Stapel Holz hervorzauberte. Diesmal wartete erneut ein kleiner Travelbug names Gabriel der Gabelstapler auf einen Cacher, der in mitnimmt. Sein Ziel ist es eigentlich nur, quer durch Deutschland zu reisen und dabei wollen wir ihm jetzt helfen.

Die Nummer 2 auf unserer heutigen Liste war dann ein recht neuer Cache, der sich in Planena in der Nähe einer Wasserkraftanlage befinden sollte. Etwas unbehaglich war uns schon, schließlich fällt man in diesen kleinen Dörfern als Fremder sehr schnell auf und erntet eine Menge misstrauischer Blicke. Nach einer kleinen Odyssee erreichten wir dann endlich den gewünschten Ort und die lokale Suche konnte beginnen. Allerdings wurden wir einfach nicht fündig, soviel wir auch suchten. Dummerweise wohnt genau an der Schleuse, an der sich der Cache befinden soll, ein älteres Ehepaar und deren Aufmerksamkeit hatten wir scheinbar recht schnell geweckt, so dass man auch nicht ohne Probleme die Anlage untersuchen konnte.

Somit mussten wir dann erstmal erfolglos die Zelte abbrechen, aber vergessen ist das Ganze nicht – nur ein wenig aufgeschoben.

Bewegungsprofil: 1. Teil (1,7 km), 2. Teil (2,5 km)

Nov
07

Es gibt so Tage

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… da hat man schon die Vorahnung, dass etwas nicht klappt. Heute stand ein Cache an, der an einen der beiden Wallendorfer Seen zu finden sein soll.

Es mag vielleicht auch schon ein dunkles Vorzeichen gewesen sein, als der Champster mich anrief und fragte, ob wir schon da wären. Mag sein, dass er sich bei seinem Navi ein wenig vertan hatte, schließlich warteten wir in der Elsterstraße (zumindest nennt Google die so) in Raßnitz und nicht wie er, in der gleichnamigen Straße in Halle Beesen.

Nachdem er dann doch noch zu uns gestoßen ist, ging es endlich los. Leider waren die Koordinaten dann doch ein wenig verwirrend, schließlich deutete alles darauf hin, dass wir uns quer durchs Unterholz schlagen müssen. Dies taten wir dann auch… Vorbei an Wildschweinsuhlen immer tiefer ins Dickicht. Wenn man dann allerdings, nach kräftezehrenden Marsch auf einen Schotterweg (den man ja hätte auch nehmen können) stößt, merkt man, dass Gott heute etwas zu Lachen brauchte die Vorahnungen so falsch nicht sein konnten. Endlich am berechneten Punkt angekommen suchten wir dann eine schier endlose Zeit, aber leider vergebens.

Dieser Cache wird uns aber so schnell nicht los, versprochen – wir haben nur für heute aufgegeben.

Bewegungsprofil: 3,6 km quer durchs Dickicht

Nov
06

Adieu Taz

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Heute war es soweit, schmerzlich werden wir ihn vermissen, aber der gute Taz musste nun langsam einmal seine Reise fortsetzen, schließlich möchte er ja noch irgendwann seinen Zwillingsbruder treffen.

Als neues zu Hause für den kleinen Kerl wählten wir einen sehr schönen Cache aus. Sein Name Sixth Sense ist Programm, denn an jeder der 5 Stationen wurden die menschlichen Sinne gefordert und wir meisterten es, natürlich auch Dank des Champster’s, nahezu problemlos.

An einer Station mussten wir dann zwar raten, aber im Nachhinein haben wir auch etwas dabei gelernt. So kann der Mensch nicht nur zwischen süß, sauer, salzig und bitter unterscheiden, sondern zusätzlich noch Umami (was soviel wie fleischig und herzhaft, wohlschmeckend heißt). Der kleine Taz liegt jetzt jedenfalls im dortigen Final und wartet auf die nächste Transportmöglichkeit. Ich werde seine Reise auf alle Fälle weiterverfolgen.

Bewegungsprofil: 2,7 km kreuz und quer

Nov
05

Eiris sazun idisi

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nein, ich bin nicht auf der Tastatur eingeschlafen und einen Exorzisten müsst ihr auch nicht rufen, so fangen die Merseburger Zaubersprüche an. Genau die waren nämlich das Thema unseres heutigen Caches. Es ist wirklich sehr praktisch, wenn man die Verstecke bequem zu Fuß erreichen kann, ohne das Auto benutzen zu müssen. Dieses war nämlich direkt in der Nähe des Merseburger Schlosses versteckt und das liegt ja quasi fast vor unserer Haustür. Die Koordinaten hatten wir uns gestern Abend schon in Heimrecherche ausgerechnet, sodaß es heute eigentlich kein Problem mehr sein sollte. Dummerweise schlug zu Buche, dass ich bei der Berechnung schon 2 Bier intus hatte und die sich direkt auf mein mathematisches Können auswirkten. Was soll ich sagen, weder die Nord- noch die Ostkoordinaten waren richtig *hust* Nachdem wir dann heute, im nüchternen Zustand, nochmal alles berichtigt hatten, fanden wir den Cache auch recht schnell. Leider war es dann umso schwerer, das gute Stück nach dem Loggen wieder zu verstecken. Irgendwie hatten wir nämlich die Aufmerksamkeit des Schlossgartengärtners auf uns gezogen. Mag sein, dass es etwas auffällig war, als ich da im Efeu herumstocherte. Wie dem auch sei, er war geduldigt, wir aber auch und nach ca. 30 min gab er dann auf und wir konnten den kleinen Micro wieder an Ort und Stelle deponieren.

Bewegungsprofil: 3,9 km zu Fuß. Zurück ging es per Auto, dank meiner Eltern die wir dort trafen.

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