Sep
27

Hildebrandsche Mühlenwerk AG

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Für mich ist ein Lost Place immer ein absolutes Highlight und wenn fürs Wochenende ein Cache auf solch einem Gelände geplant ist, freue ich mich schon die ganze Woche darauf. Ebenso war es diesmal, denn es sollte zur Hildebrandschen Mühle gehen.

Um es kurz zu machen, wir kamen nicht sehr weit, denn dort sind seit ein paar Tagen Bauarbeiten im Gange, denn die Turbinen der Mühle sollen demnächst zur Stromerzeugung genutzt werden. Es gibt aber Hoffnung, denn wie es scheint, steht alles unter Denkmalschutz und darf nicht abgerissen werden. Hoffentlich bleibt dieser schöne Cache (wir kamen aufgrund der Umstände nur bis zur 3. Station) erhalten. Allerdings hatten wir noch genug Zeit, ein paar Bilder zu machen…

Nun noch etwas zur Geschichte der Mühle: Hildebrandsche Mühlenwerk AG oder Böllberger Mühle erbaut 1875 – 1876 (Burgenstil) in Halle (Saale). Leider durch zwei Brände in den Jahren 1992 und 1994 völlig „entkernt“.

Die bis 1972 betriebene gründerzeitliche Großmühle befindet sich an einen bis ins Jahr 987 zurückzuverfolgenden Mühlenstandort. Der weithin sichtbare 38 Meter hohe Wasserturm diente als Reservoir der Sprinkleranlage zum Schutz gegen Brände.

Sep
21

Schulpforte

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Am Samstag ging es Richtung Bad Kösen, um genauer zu sein nach Schulpforte. Das schmucke Internat beherbergt nämlich ebenfalls einen Cache.

Das Datum war vielleicht eher nicht so optimal ausgesucht, denn es war Tag der offenen Tür und dementsprechend viele Menschen hielten sich vor Ort auf.

Da müssen schon allerhand Tricks, wie z.B. Tarnung mit der Kamera, herhalten, um relativ unauffällig die Verstecke zu finden.

Alles in allem gelang es uns aber sehr gut, auch wenn der Cache uns insgesamt stolze 4,5h Zeit gekostet hat. Davon hat sich aber jede Minute mehr als gelohnt.

Im Prinzip ist schon allein Schulpforte einen Ausflug wert und wenn man es dann noch mit einer tollen Cachetour verbinden kann – umso besser. Der Cache ist wirklich sehr zu empfehlen, leider würde ich zuviel verraten, wenn ich den Namen schreiben würde.

Sep
14

Das Ende ist nah…

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Selig ist, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung und behalten, was darin geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe.
Nein, ich meine nicht die Apokalypse… ich meine das Ende der offenen Caches in und rund um Halle. Natürlich haben wir uns auch an diesem Wochenende der Erfüllung dieser Aufgabe gewidmet.

Eines der Abenteuer führte uns an die russische Grenze zu Ukarine (das ist kein Tippfehler!). In geheimer Mission erforschten wir gemeinsam mit Gleichgesinnten die Brandberge in Halle. Eine eher weniger einladende Gegend Halles – eine Steppe mitten in der gemäßigten Zone… Ein wirklich gelungener Cache, bei dem wir sogar einen Arbeitvertrag bei Gazsprom bekamen, was wir dann natürlich direkt zu Hause feiern mussten.

Die nächste Suche führte uns zu einem Gebäude von Halle, dessen Existenz ich schon immer angezweifelt habe – doch nun muss ich gestehen: Es gibt ihn wirklich – den hallischen Dom!

Und weiter ging es zum Galgenberg, von dem aus man eine wunderschöne Aussicht über die Stadt hat.

Natürlich mussten wir das noch nutzen, um ein Panoramabild zu machen. Die Bilder sind diesmal etwas aus dem Zusammenhang gerissen, da sie an 2 Tagen entstanden sind.

*Goettine*

Aug
25

Klappe die 1.

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Am Wochenende fiel die erste Klappe der Serie: unterwegs mit dem Klapprad! In der Nähe von Halle befindet sich eine alte Bahnstrecke, diese verband einst Halle mit Hettstedt. Eröffnet wurde sie am 31.12.1896. Der letzte Personenzug zwischen Halle/S-Klaustor und Heiligenthal fuhr am 11. März 1968. Seit dem ist die Strecke dem Verfall preis gegeben und entschwindet so langsam aus dem Bewusstsein.

Aber dank eines Caches entlang dieser alten Bahnanlage wird sie zumindest von einer Handvoll Menschen nicht vergessen – und wir gehören dazu. An einem Teilabschnitt fuhren wir mit den Klapprädern unserer lieben Eltern in Begleitung von Thomas entlang. Zumindest versuchten wir es. Es ist gar nicht so einfach, mit einem Rad zu fahren, dessen Räder kaum größer sind als Pizzateller und die langsamer werden, wenn man sich einen Berg HINAB rollen lässt.

Zusätzlich hatte Steffen noch das Problem, dass sein Rad ständig getreten werden wollte, sonst ist einfach die Kette herausgesprungen. Dennoch kamen wir glücklich zum Ziel: Unser 500. Cache! Ja, auch diese Klappe ist gefallen. Dieses Jubiläum musste gefeiert werden, mit einem außergewöhnlichen Versteck und dies war es.

Danke an die liebsten Nachbarn der Welt, die dies möglich gemacht haben.

*Goettine*

P.S.: ob es noch mehrere Klappen der „Klapptour“ geben wird, muss sich noch zeigen… dazu müssen die Anstrengungen dieser Tour erstmal vergessen werden 😉

Aug
20

Schlachthof Halle

Im Nordosten Halles direkt nach der Berliner Brücke befindet sich auf einem 4,5 Hektar großen Gelände der ehemalige städtische Schlacht- und Viehhof.

Auf dem Gebiet eines alten Rittergutes entstanden 1893 diese Nutzbauten im neoromanischen/ neorenaissance Stil ein wertvolles Ensemble funktionaler Architektur des späten 19. Jahrhunderts.

Den Mittelpunkt der großstädtischen Anlage bildeten die drei großen Hauptschlachthallen, das Kühlhaus, das Heizhaus und ein Verwaltungsgebäude. Aber auch Markthallen und Viehställe waren integriert.

2001 gab es den Plan diese hübschen Gebäude für eine neues Messegelände zu nutzen. Leider waren wohl die Objekte aufgrund zahlreicher kleinerer Brände nicht mehr dafür geeignet.

So werden diese Bauwerke leider weiterhin dem Verfall preis gegeben. Oder auch zum Glück, denn so konnten wir ungestört unserer Leidenschaft für Marodes nachgehen und andächtig durch die verfallenden Gebäude schleichen.

Vorbei an unzähligen Fleischermessern, diversen Haken und Futtertrögen mit dem unheimlichen Wissen um die Geschichte der Hallen. Was für eine hübsche Architektur und dennoch funktionell.

Ich finde an Schönheit hat die moderne Baukunst verloren und könnte sich ein Beispiel an den vergangenen Epochen nehmen.

*Goettine*

Aug
17

Start in den Urlaub: Weimar

Zum Start in den Urlaub wählten wir einen Wochenendtrip nach Weimar [althochdeutsch: Geheiligtes Moor] gemeinsam mit Thomas. Für einen „literaturbesessenen“ Menschen wie mich eine must-have-seen Stadt! Tatsächlich wollte ich mir extra ein Buch von Schiller kaufen, konnte mich aber letztlich nicht für ein bestimmtes Werk entscheiden, deshalb bin ich mit einem Dostojewskij im Gepäck angereist.

In ein Fleckchen Zivilisation mitten in Thüringen „Das Land ohne Prominente“, obwohl doch „Goethe extra aus dem Westen hergezogen“ ist. Ende des 18./Anfang des 19. Jahrhunderts tobte hier der Zahn der Zeit, als Wieland, Goethe, Herder und Schiller hier zugegen waren.

Auch heute noch ist in Weimar einiges Kulturhistorisches zu sehen. In der hübschen Altstadt gibt es verschiedene kleine Cafés und Restaurants die einen zum Ausruhen in der Sonne einladen.

Obwohl wir dafür nicht viel Zeit hatten. Denn auf uns wartete das „grüne Herz Deutschlands – Seit wann sind Herzen grün?“ und mit ihm viele kleine Schätze, die wir in sengender Hitze suchten und uns so jämmerlich verbrannten.

Und während wir so in netter Gesellschaft unterwegs waren, ging mir die ganze Zeit das Lied von Reinald Grebe „Thüringen“ durch den Kopf. Daher auch die kleinen in Anführungszeichen gesetzten Textpassagen.

*Goettine*

Aug
08

Zeichen

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Gestern war es soweit. Wir hatten die Ehre, beim Beta-Test von bebboh’s neuer Schöpfung die Versuchskaninchen spielen zu dürfen. Ein Nachtcache mit Schwierigkeitsstufe 5. Wir wussten also, auf was wir uns da einließen. Zur Verstärkung hatten wir den Champster (danke nochmal für die Unterstützung) ins Boot geholt.

Da ich hier nicht zu viel verraten will, nur soviel… Man braucht Nerven, viel Geduld und Geometriekenntnisse, dann ist es machbar. Wir waren froh, gegen 01:45 endlich das tolle Versteck erreicht zu haben.

Da es zu diesem Cache auch einen Teaser gibt, binde ich diesen doch direkt auch noch hier ein. Wir sind übrigens auch auf dem Video zu sehen.

Ein wirklich toller Cache mit schmucken Zwischenstationen, der seine Schwierigkeitsbewertung zu Recht bekommen hat. Danke nochmal an Thomas für die Möglichkeit, diesen Cache als erste machen zu dürfen. Natürlich auch für die Beta-Tester Urkunde, den Belohnungssekt :mrgreen: und die Bilder, denn ich kam an diesem Abend absolut nicht zum fotografieren.

Aug
04

Geburtstagstour

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Für alle die es noch nicht wussten, ich hatte vorgestern Geburtstag. Da ich nicht so der Typ für große Geburtstagsparties bin, haben wir diesmal ganz gemütlich „reingegrillt“ und sind dann an meinem Ehrentag nach Blankenburg/Harz gefahren.

Natürlich zum Cachen. Unsere Liste war mit 18 Caches reichlich gefüllt, auch wenn uns von Anfang an klar war, dass wir nicht alles schaffen würden.

Als erstes stand ein kleiner Lost Place auf der Tagesordnung. Ein ehemaliger Eisenbahntunnel, welcher auf unsere Erkundung wartete. Im Anschluss ging es schon los mit dem eigentlich geplanten, dem Wandern. Hier offenbarte sich, was wir schon vorher geahnt hatten. Nicht nur die direkte Entfernung von einem Punkt zum anderen zählt, sondern auch der Höhenunterschied, den es zu überwinden gilt. Das der es in sich hatte, merke ich heute noch in meinen Beinen.

Die Anstrengung hat sich aber gelohnt. 13 gefundene Caches standen am Schluss auf unserer Habenseite. Hinzu kommen noch etwas müde und geschundene Beine, aber das gehört ja irgendwie dazu.

Eine gelungene Geburtstagstour. Danke nochmal an alle Beteiligten :mrgreen:

Jul
25

Mal wieder sportlich!

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Heute war einer der Tage an dem wir unseren eigenen Körper herausgefordert haben und da man bei solchen Aktionen ungern allein ist, haben wir Rike und Ecki mitgenommen.

Angefangen haben wir damit, dass wir eine kleine Maus zu einer Fledermaus mutierten und anschließend aus unserem Admin eine Wasserratte machten. Ja und was haben wir nun gemacht? Natürlich waren wir wieder auf Schatzsuche.

Aber dieses Mal ging es eine Wand rauf, einen Fluss entlang und anschließend krackselten wir an den steilen Hängen eines alten Tagesbaus. An diesem waren wir nicht allein. Mehrere Kletterer tummelten sich dort und beäugten uns rätselnd. ‚Was machen die denn da? Klettern ungesichert über schmale Felsvorsprünge, tasten in jede Höhle in die eine Hand passt und das trotz Regen und Wind.“

Irgendwann hat dann doch einer der Kletterer gefragt, was wir suchen, ob wir was verloren hätten und ob sie uns helfen könnten. Als wir andeuteten weswegen wir unser Leben riskierten (Für ’ne Brotbüchse???), rief einer: „Ach Geochacher!“ Wir hatten viel Spass und haben uns die Bäuche mit Brombeeren gefüllt.

*Goettine*

Jul
19

Kasernenrunde

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Früher beim Bund bestand eine Kasernenrunde darin, im Jogginganzug das Gelände des Standorts im Laufschritt zu umrunden. Unsere gestrige Kasernenrunde zusammen mit Thomas fiel etwas anders aus. Diesmal ging es nach Leipzig Gohlis, auf das Gelände der General-Olbricht-Kaserne. Der Kasernenkomplex entstand in den Jahren 1895 – 1897. Gebaut wurden in diesen 2 Jahren die Kaserne des Infanterieregiments 107, die Kaserne des Ulanenregiments 18, das Divisionsgericht mit Militärgefängnis, die Garnisonsverwaltung und das Proviantamt.

Diese Kasernen befanden sich durch die alte „Grenze“ zwischen Möckern und Gohlis auf der Seite von Möckern. Gleichzeitig enstanden auf der Gohliser Seite die Kaserne für das Artillerieregiment 77, das Bekleidungsamt und das Artilleriedepot. Zur Unterbringung wurden zahlreiche Einquartierungshäuser errichtet. Somit war dieser Komplex der zweitgrößte in Sachsen und einer der größten im damaligen Deutschland. Zeitweilig lebten dort bis zu 8000 Soldaten. [Quelle]

Leider habe ich keine belegten Informationen gefunden, was mit dem Komplex nach dem 2. Weltkrieg geschah. Eins ist aber klar, er wurde von der sowjetischen Armee übernommen. Die Spuren sieht man noch heute. Unser eigentliches Ziel waren zwar 5 Caches auf diesem Gelände, aber recht schnell merkten wir, dass die Dosensuche heute eher eine etwas untergeordnete Rollen spielen würde. Hier war einfach viel zu viel zu entdecken, viel zu viele Motive, die aus unsere Kameras warteten. Allerdings sollte sich das nicht einmal als Problem darstellen, denn die Caches fanden wir eigentlich fast nebenbei.

Ich denke, wir haben schätzungsweise nur ein Viertel des ganzen Geländes erkundet, denn mehr ist in 4-5h fast nicht zu schaffen. Der Verwendungszweck der einzelnen Gebäude erschloss sich uns nur nach und nach. So besichtigen wir ein ehemaliges Kino, Werkstatthallen, einen Kornspeicher, eine alte Mühle und vieles vieles mehr. Hier existierte eine nahezu eigenständige kleine Stadt.

Ein Ausflug dorthin lohnt sich auf alle Fälle auch für Nichtgeocacher, soviel ist klar. Wer gerne mit der Kamera unterwegs ist, wird hier seine wahre Freude haben. Leider hat mittlerweile auch der Zahn der Zeit ziemlich an den Gebäuden genagt, sodass ihre Existenz mit Sicherheit begrenzt ist. Aber gerade dieses Marode, der Verfall machten für uns am gestrigen Tag den Charme des Ganzen aus.

Auf alle Fälle durfte das Abschlussfoto auf dem Exerzierplatz nicht fehlen. Damit war unsere Cachetour natürlich noch nicht abgeschlossen, aber das Highlight war eindeutig die Kasernenrunde.

Natürlich waren auch die Caches auf dem Gelände allesamt sehr gut. Aber wie schon erwähnt und wie auch auf den Bilder zu erkennen ist, es gibt tatsächlich Cachingtouren, auf denen sich die Prioritäten etwas verschieben.

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